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Freitag, 22.03.2019

2 Termine gefunden

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09:30 Uhr Datum: 22.03.2019

Ausschuss für Recht, Verfassung und Gleichstellung

27. Sitzung mit öffentlichem Sitzungsteil zu den Tagesordnungpunkten 1 bis 3
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

rev027e7.pdf (PDF, 479 KByte)


10:00 Uhr Datum: 22.03.2019

Ausschuss für Bildung und Kultur

32. Sitzung mit Anhörung in öffentlicher Sitzung zu Tagesordnungspunkt 1
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

bil032e7.pdf (PDF, 483 KByte)


Plenarsitzung

Transkript

Doreen Hildebrandt (DIE LINKE):

Vielen Dank, Herr Vizepräsident. - Sehr geehrte Damen und Herren! Die vorliegende Beschlussempfehlung bezieht sich auf den Antrag mit der Überschrift „Ausbildungsabbrüche in Sachsen-Anhalt reduzieren“, den wir vor zwei Jahren und zwei Monaten gestellt haben. Damit ist er uralt und doch brandaktuell. Das erläutere ich Ihnen an zwei Punkten.

Erstens. Unter Punkt 3 der Beschlussempfehlung geht es um Berufsorientierung an allen Schulen des Landes. Die Fachleute sind sich darin einig, dass im Sekundarschulbereich I schon viel getan wird und mit dem Beschluss zur Weiterentwicklung von Brafo der richtige Weg beschritten wird.

Aber im Sekundarschulbereich II herrscht immer noch Stillstand. Wenn sich die Gymnasien nicht selbst um berufsorientierende Angebote kümmern würden, bliebe es bei einem einzigen zweiwöchigen Praktikum in zwölf Jahren Schulzeit.

Berufs- und Studienorientierung muss hier im Land endlich verbindlich durchgeführt werden.

(Zustimmung bei der LINKEN)

Mir ist es völlig schleierhaft, warum sich das Bildungsministerium an dieser Stelle so ziert.

Zweitens. Gerade letzten Montag - Herr Steppuhn hat es schon angesprochen - hat der DGB den ersten Ausbildungsreport für Sachsen-Anhalt vorgestellt. Tests der abgefragten elf Punkte zeigen deutliche Verstöße der Ausbildungsbetriebe gegen das Berufsbildungsgesetz oder die Handwerksordnung.

So machen laut dem DGB Azubis regelmäßig Überstunden ohne Ausgleich, müssen ausbildungsfremde Tätigkeiten verrichten oder haben gar keinen betrieblichen Ausbildungsplan.

Die Betriebe, die ihre Auszubildenden so behandeln, haben offensichtlich immer noch nicht begriffen, woher die Fachkräfte von morgen eigentlich kommen.

(Beifall bei der LINKEN)

Die zuständigen Stellen müssen dem entgegenwirken und bei solchen Verstößen gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz, das Berufsbildungsgesetz oder die Handwerksordnung den betreffenden Betrieben die Ausbildungsberechtigung entziehen. Nur so wird es weniger Ausbildungsabbrüche und mehr Fachkräfte geben.

Wir stimmen der Beschlussempfehlung selbstverständlich zu und danken denen, die in den Ausschüssen konstruktiv mitgewirkt haben. - Vielen Dank.

(Beifall bei der LINKEN)