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Donnerstag, 15.11.2018

5 Termine gefunden

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10:00 Uhr Datum: 15.11.2018

Ausschuss für Petitionen

39. Sitzung
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

11:30 Uhr Datum: 15.11.2018

Besuchergruppe - Lehrgang für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatsregierung

Begrüßung und Gespräch durch Landtagspräsidentin Brakebusch 
Landtag Sachsen-Anhalt, Raum B0 09, Domplatz 6–9, 39104 Magdeburg  

13:00 Uhr Datum: 15.11.2018

Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

28. Sitzung
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

lan028e7.pdf (PDF, 475 KByte)


Plenarsitzung

Transkript

Thomas Lippmann (DIE LINKE):

Herr Präsident! Ich will mit meinem Schlusswort nur noch einmal auf zwei Redner eingehen, insbesondere auf den Bildungsminister. Herr Tullner, ich war ein bisschen irritiert, dass Sie sich in Ihrer Rede - sie war offensichtlich schon vorher geschrieben worden - mit einer gewissen Diktion sehr stark in einen Gegensatz zu mir gesetzt haben. Nicht bei allem, aber bei mehreren Dingen, die Sie gesagt haben, fand ich das gar nicht. Das, was Sie zurückzuweisen versucht haben, habe ich in meinem Vortrag und in unserem Antrag gar nicht zum Ausdruck gebracht. Ich habe ja nicht allgemein darüber gesprochen, wie wir Schülerinnen und Schülern ausländischer Herkunft begegnen, sondern es ging ausschließlich und, wie ich denke, ziemlich sachlich um diese Schulen.

Herr Aldag, selbstverständlich haben wir darüber gesprochen. Mir ging es aber schon darum, einen Begriff im Sinne einer Definition für unsere Debatte zu finden, damit wir nicht allgemein darüber sprechen. Ich hätte es auch immer umschreiben können mit „Schulen mit 25 % und mehr“. Das ist eher eine sprachliche Konstruktion. Darüber müssen wir uns jetzt nicht streiten.

(Zuruf von Sebastian Striegel, GRÜNE)

Was in der Debatte völlig untergegangen ist, das ist die Fokussierung auf diese beiden Personalgeschichten. Die eine ist wirklich eine Hürde, nämlich zu sagen: Ja, wir wollen 100 zusätzliche Schulsozialarbeiter, und zwar aus eigenen Mitteln. Das ist auch eine Begleitdiskussion zu dem ESF-Programm. Bei den anderen Lehrkräften ist es eine innere Definition. Dabei geht es ja nicht um on top, sondern wir sagen, ihr könnt die sowieso nicht besetzen. Wir müssen nächstes Jahr 1 300 Leute einstellen. Das schaffen wir sowieso nicht. Es geht wieder darum - wie im Übrigen in unserem Antrag „3 mal 200“  , einfach einmal ein paar Überlegungen anzustellen, die mir hier komplett fehlen, damit ich mich nicht irgendwann nur auf das zurückziehe, was immer klar war: Das brauche ich gar nicht mehr auszuschreiben; das kriege ich sowieso nicht. Was wollt ihr von mir? Ich habe mich bemüht. Wir müssen vielmehr gucken, welche Aufgabe von Schule     Und das ist eine. Das ist einfach ein ganz konkretes Beispiel, wie wir auch in dem Bewerberpool darüber hinausgehen können.

Ich bitte im Interesse dieser Schulen darum, diese einfache Ebene, auf der wir bisher waren, zu verlassen und einmal ein paar Schritte gemeinsam zu gehen.

(Beifall bei der LINKEN)

Ein Schritt - das habe ich jetzt gehört -, der in unserem Antrag vorkommt, ist Folgender: Lasst uns doch diese guten Erfahrungen aus den Klassen „Produktives Lernen“ nutzen, natürlich aus einem anderen Hintergrundkontext, aber durchaus mit einer Schnittstelle, die nicht uninteressant ist. Das war zum Beispiel etwas, bei dem ich denke, dass wir gar nicht so weit auseinander sind. Auch was den Einsatz der Lamsa angeht, müssen wir in dem Bereich etwas tun. Die Kinder verschwinden nicht einfach wieder, auch wenn sich einige das wünschen. Ihr Anteil ist hoch.

Letzter Punkt. Ich bin ja auch erst darauf gekommen. Das gebe ich doch gerne zu. Diesen Antrag habe ich nicht in petto gehabt. Er ist erst entstanden, nachdem ich angefangen habe, mich ausführlicher mit der Kastanienschule zu beschäftigen, nachdem ich mir das alles angeguckt habe, nachdem ich mir die Statistiken des Landesamtes angeguckt habe und nachdem ich auch mit Leuten aus dem Amt gesprochen habe.

Wir wissen, dass wir in Halle und auch in Magdeburg im Bereich der Sekundarschulen so gut wie keine Chance haben, durch Verschiebung oder Verteilung etwas zu ändern. Es ist doch das Eingangsstatement, erst einmal zur Kenntnis zu nehmen, dass es diese Situation gibt und dass wir kurz- und auch mittelfristig daran nichts werden ändern können. Es gibt aber den Schulalltag in diesen Schulen. Die Kinder und Jugendlichen, die Lehrerinnen und Lehrer und die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen tagtäglich damit klarkommen. Dafür reichen die normalen Geschichten, die wir jetzt organisieren, nicht aus. Wir können nicht Wochen oder Monate warten, bis wir etwas machen.

Über das hinaus, was ich jetzt noch einmal positiv zu erwähnen versucht habe, habe ich hier jetzt nichts anderes gehört, was morgen oder übermorgen in dieser Schule irgendetwas ändert. Lasst uns also intensiv darüber reden. Wenn es das nicht ist, dann etwas anderes. Aber lasst uns nicht so ideenlos sein.

(Beifall bei der LINKEN)