Andreas Mrosek (AfD):

Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Prinzipiell stimmt die AfD-Fraktion dem Antrag der Regierungskoalition zu.

(Zuruf von der CDU: Sehr gut! - Zustimmung von Guido Heuer, CDU)

Ich finde es gut, dass er nicht von der AfD kam; dann wäre er nämlich heute abgelehnt worden.

(Frank Scheurell, CDU: Nein!)

- Doch!

(Frank Scheurell, CDU: Was sinnhaft ist, unterstützen wir! - Daniel Roi, AfD, lacht)

Bei gleichbleibendem Gütervolumen reduziert sich durch den Einsatz von Eurotrailern die Anzahl der Fahrzeuge auf der Straße. Bei steigendem Gütervolumen würde die Anzahl der im Einsatz befindlichen Fahrzeuge nicht wesentlich zunehmen. Ein Eurotrailer kann immerhin vier Europaletten mehr transportieren; und das ist gut.

Wissenschaftliche Studien der TU Hamburg-Harburg und des Instituts für Verkehrsplanung und Logistik zeigen auf, dass der Eurotrailer Zukunft hat. Der nur um 1,30 m längere Sattelauflieger kam in Deutschland erstmals 2006 im Rahmen eines bundesweiten Großversuches zum Einsatz. Ich habe dazu andere Zahlen als Sie, Herr Minister. Man kann mich verbessern. Und zwar haben sich daran 80 Speditionen mit insgesamt 300 Fahrzeugen, die diese Sondergenehmigungen erhielten, beteiligt. Aber am Ergebnis dieses Versuchs ändert sich nichts.

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE: Den Abschlussbericht kennt ja noch keiner!)

- Doch, die Ergebnisse sind da. Das Institut für Kraftfahrtwesen, IKA, begleitete diesen Versuch und veröffentlichte im April 2007 die Ergebnisse.

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE: Nur die Zusammenfassung!)

Insgesamt wird dem Eurotrailer ein positiver Einfluss auf Umwelt- und Verkehrssicherheit zugesprochen. Und jetzt die Ergebnisse, Frau Lüddemann.

Keine zusätzliche Belastung für Straßen und Brücken.

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE: Das ist die Zusammenfassung; die kenne ich!)

- Kennen Sie. - Keine Beeinträchtigung des Verkehrs aufgrund ausreichender Wendigkeit für öffentliche Straßen. Der Eurotrailer hat den gleichen Wendekreis wie der Sattelauflieger, nämlich 7,9 m, das ist identisch, aber einen kleineren als die anhängerzugelassenen Fahrzeuge.

Das zusätzliche beförderte Transportvolumen sorgt insgesamt für eine Reduzierung der Lkw-Fahrten. Keine negativen Effekte für Verkehrssicherheit. Kompatibilität mit kombiniertem Verehr durch Möglichkeit des Transports von zwei Wechselbehältern und einem 48-Fuß-Container, ist also auch der Schifffahrt entsprechend angepasst. 20- und 40-Fuß-Container können transportiert werden.

(Zustimmung von Hardy Peter Güssau, CDU)

Ein geringerer Treibstoffverbrauch bezogen auf das Transportvolumen ist ebenfalls ein Ergebnis dieser Studie.

Aber es sollte nur ein weiterer Meilenstein - an dieser Stelle gebe ich der LINKEN recht - im Kampf gegen die Emissionen sein. Wir sollten darauf setzen, dass wir den Gütekraftverkehr von der Straße auf die Schiene bekommen, aber auch auf das Wasser.

(Zustimmung von Frank Scheurell, CDU - Frank Scheurell, CDU: Aufs Binnenschiff!)

Ich hatte beim letzten Mal bereits erwähnt, wie sich die Schadstoffemissionen beim Lkw darstellen. Sie erinnern sich: 164 g pro Tonnenkilometer. Auf dem Wasser sind es nur 33,1 g pro Tonnenkilometer.

Deswegen werden wir heute dem Antrag der Regierungskoalition zustimmen und den Antrag der Fraktion DIE LINKE ablehnen. - Danke, meine Damen und Herren.

(Beifall bei allen Fraktionen - Zustimmung von Frank Scheurell, CDU)