Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen (SPD):

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch ich möchte mich zunächst bei den Vereinen und Verbänden, bei den Trägern der Jugendhilfe, der Jugendarbeit bedanken, die in der Coronapandemie während des Lockdown wirklich Unglaubliches geleistet haben, trotz der schwierigen Situation, den Kontakt zu ihren Schützlingen zu halten, auch wenn man sich per Video eben nicht umarmen oder einfach mal streicheln und trösten kann, wenn es einem nicht gut geht.

(Zustimmung)

Aber dieses Engagement stößt eben auch an Grenzen. Wir haben gesehen, dass die prekäre Situation bezüglich der Finanzierung dieser Trägervereine eben nicht nur aufgrund der Coronapandemie eingetreten ist, sondern dass es grundsätzliche Dinge gibt, die noch einmal überdacht werden müssen. Dabei geht es beispielsweise auch um die Frage der Sätze pro Tag und Teilnehmer. Im Moment ist mit diesem Satz nicht zu arbeiten, wenn man weiß, dass pro Betreuer nur sechs Teilnehmer im Jugendklub da sein können. Das heißt, ihnen fehlen die Einnahmen. Sie haben aber auch weniger Teilnehmerbeiträge und sollen trotzdem das, was bisher gerade so funktioniert hat, weiter finanzieren. Deshalb brauchen sie dringend Hilfe. Ich glaube, das ist bei meinen Vorrednern schon ganz deutlich geworden.

Wichtig wäre mir noch einmal der Punkt Onlineangebote. Ich glaube, sie haben tatsächlich auch Grenzen im Bereich der Jugendarbeit. Trotzdem brauchen sie eine gute technische Ausstattung. Diese ist für 400 € nicht zu haben. Aber die Ministerin hat gesagt, wir schauen, ob aus anderen Töpfen eine Unterstützung möglich ist. Insoweit, denke ich, sollten wir die Dinge intensiv im Sozial- und im Finanzausschuss beraten. - Vielen Dank.

(Beifall)