Petra Grimm-Benne (Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration):

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Ich finde den Zeitpunkt Ihres Antrages mit dem Ziel, Rückkehrertage in Sachsen-Anhalt einzuführen, gut; denn am 27. Dezember - der Tag ist genau gewählt - kehren all jene zu ihren Familien zurück, die außerhalb des Landes arbeiten. Sie kehren in ihre Regionen zurück.

Ich will es einmal aufzählen: Stendal, Naumburg im Burgenlandkreis, Lutherstadt-Wittenberg, Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, Zerbst, Staßfurt, Hohe Börde, Wernigerode und Halle. Im Jahr 2019 kommen noch Halberstadt und Köthen hinzu. Damit hat sich das gesamte Land regional aufgestellt und veranstaltet Rückkehrertage.

Sie haben in Ihrer Begründung selbst gesagt, warum diese Rückkehrtage so gut funktionieren; denn man kehrt in die Heimat zurück und man braucht genau die Unternehmen in der Region, die sich dort repräsentieren. Das könnte ein zentraler Rückkehrertag gar nicht leisten. Deswegen halten wir als Landesregierung daran fest, dass wir sehr wohl mit den Unternehmen der Region in den Regionen Rückkehrertage darstellen.

In Stendal gab es letztes Mal tausend Besucher. Es haben sich 70 Unternehmen der Region dargestellt. Diese Erfolgsmeldung möchte ich hier gern verbreiten.

Was ich weiterhin nicht verstehen kann: Sie haben vorhin das Landesportal PFIFF erwähnt. Das ist aber in die Landesinitiative Fachkraft im Fokus übergegangen. Es ist verändert worden. Wenn Sie auf diese Seiten gehen, dann werden Sie feststellen, dass die Landesinitiative Fachkraft im Fokus bei all den regionalen Rückkehrertagen vor Ort vertreten ist, sich präsentiert und vernetzt. Das macht sie immer zusammen mit den Jobcentern und mit der Agentur für Arbeit, damit diejenigen, die wirklich wechseln wollen, an diesen Tagen auch tatsächlich ein passgerechtes Angebot bekommen.

Wenn Sie sich die Seiten des Welcomecenter Sachsen-Anhalt anschauen würden, dann würden Sie sehen, dass es auch dort ganz viele Angebote gibt; denn der Rückkehrertag ist nur eines der Puzzleteile, die wir haben, um Maßnahmen für ein arbeitsmarktpolitisches Gesamtkonzept unseres Landes zu ergreifen und um eine Gesamtstrategie zu entwickeln, wie wir Fachkräfte wieder in unser Land zurückbekommen können.

Das Land hat sich nicht von Förderungen verabschiedet, sondern fördert das und organisiert nach wie vor die regionalen Rückkehrertage. Ich bin der Auffassung, und dieser Auffassung sind eigentlich auch die regierungstragenden Fraktionen, dass das kein zentraler Rückkehrertag werden sollte, sondern dass es weiterhin in den Regionen stattfinden sollte und dass wir noch viel mehr Unternehmen dafür gewinnen sollten, sich an diesem Rückkehrertag am 27. Dezember zu beteiligen.

Bei den Beispielen, die Sie genannt haben, werden alle Möglichkeiten bekommen, genau zu dem Zeitpunkt, nämlich nach den Feiertagen, konkrete Angebote zu machen. Es erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Es freut mich einfach, dass wir bei der Einbringung dieses Antrags noch einmal so einen Erfolgsschlager unseres Landes darstellen konnten. Über die Initiative Fachkraft im Fokus und über das Welcomecenter haben wir schon lange nicht mehr debattiert. Sie leisten gerade in dem Bereich hervorragende Arbeit, auch Vernetzungsarbeit. - Herzlichen Dank für die Möglichkeit, darüber reden zu können.

(Zustimmung bei der SPD)