Andreas Steppuhn (SPD):

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich denke, es ist in der Debatte schon deutlich geworden, und das war auch im Ausschuss so, dass wir in dieser Frage deutlich anderer Meinung sind als DIE LINKE. Deshalb haben wir im Ausschuss mit Mehrheit festgelegt, dass wir eine kurze und knappe Beschlussempfehlung einbringen. Das hat auch gute Gründe.

Die Sprachentwicklung - das ist erwähnt worden - eines jeden Kindes verläuft unterschiedlich, mal schneller, mal langsamer, je nachdem, in welchem Umfeld das Kind aufwächst und welche Anregungen es von seinen älteren Geschwistern oder in der Kita bekommt.

Dieser Prozess ist ganz wichtig. Deshalb sehen wir Sprachförderung auch als einen kontinuierlichen Prozess an, den man nicht mit einem einmaligen Test beschreiben kann. Die Landesregierung hat sich bereits 2013 aufgrund von Hinweisen aus der Praxis dazu entschlossen, die verbindlichen Sprachstandsfeststellungstests abzuschaffen. Bei dieser Position bleiben wir auch.

Die Sprachförderung ist verbindlich im Kinderförderungsgesetz durch das Programm „Bildung elementar“ festgeschrieben und wird auch tagtäglich praktiziert. Es sind die Erzieherinnen und Erzieher, die mit den Kindern sprechen und singen, ihnen vorlesen und so auf die Sprachentwicklung achten. Sie sind es, die bemerken, wenn sich Förderbedarfe abzeichnen, und die Eltern darauf hinweisen, dass etwas zu unternehmen ist.

Deshalb gab und gibt es verschiedene Programme, die die Sprachentwicklung unterstützen. Darüber haben wir im Ausschuss, denke ich, ausführlich diskutiert. Deshalb kann ich im Namen der Koalition nur darum bitten, wie es schon vorgetragen worden ist, der Beschlussempfehlung zuzustimmen. - Danke schön.

(Zustimmung von Rüdiger Erben, SPD)