Schlussbemerkungen

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich würde Sie bitten, noch kurz sitzen zu bleiben. Da wir heute recht häufig über Finanzen gesprochen haben, habe auch ich noch etwas dazu beizutragen. Ich bin gespannt, wer dem zustimmen wird. Ich kann von vornherein sagen, ich würde dem nicht zustimmen. Das ist zwar beeinflussend, aber ich sage es trotzdem. Ich bin gespannt, ob ich an den Reaktionen merke, ob Sie zustimmen würden.

Das Christkind beim Finanzamt. / Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen, / es war beim Finanzamt zu betteln und fleh´n. / Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer, / verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.

Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann, / dass das Christkind so viel verschenken kann. / Das Finanzamt hat so nicht kapiert, / wovon das Christkind dies finanziert.

Das Christkind rief: „Die Zwerge stellen die Geschenke her“, / da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär. / Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben / und die Erlöse wären anzugeben.

„Ich verschenke das Spielzeug an Kinder“, wollte das Christkind sich wehren, / dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären. / Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben, / wäre dieses jetzt besser zu sagen.

„Meine Zwerge besorgen die Teile / und basteln die vielen Geschenke in Eile“. / Das Finanzamt fragte wie verwandelt, / ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.

Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz, / von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz. / „Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld, / Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt. / Aus allen Ländern kommen die Sachen, / mit denen wir die Kinder glücklich machen.“ / Dieses wäre ja wohl nicht geheuer, / denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.

Das Finanzamt, von diesen Sachen keine Ahnung, / meinte, dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung. / Mit diesen Sachen, welch ein Graus, / fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus. / Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein, / und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.

(Olaf Meister, GRÜNE: Oh!)

- Darauf habe ich gewartet.

(Heiterkeit)

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das war ein ganz kleiner Ausklang.

(Beifall im ganzen Hause)

Ich bin ja noch gar nicht fertig, liebes Geburtstagskind. Ich möchte an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen des Landtages, den Mitgliedern des Kabinetts sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und der einzelnen Fraktionsgeschäftsstellen eine gute, ruhige und besinnliche Zeit wünschen, ein gesegnetes Weihnachtsfest und dass wir uns im Jahr 2020 wieder gesund und munter wiedersehen.

Vielleicht geht der eine oder andere tatsächlich einmal einen Schritt zurück und bringt seinem Gegenüber etwas mehr Respekt entgegen. - Vielen Dank und frohe Weihnachten.