Dorothea Frederking (GRÜNE):

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Für meine Fraktion möchte ich konstatieren, dass die Hauptursache für das Baumsterben der Klimawandel ist. Von den Schäden sind alle Wälder betroffen, der Wirtschaftswald und auch der Naturwald. Es sind alle Bäume betroffen, die Nadelbäume, aber auch die Laubholzbäume und die bisher als robust geltenden Eichen und Buchen.

Der Wald ist das erste große Opfer des Klimawandels. Daraus folgt für uns, dass sowohl die Anpassung an den Klimawandel als auch der konsequente Klimaschutz mit einer schnellen Reduzierung der CO2-Emission auf Netto Null in allen Bereichen Voraussetzungen zum Erhalt und zur Mehrung des Waldes sind.

Es reicht nicht, allein gegen die Symptome der Waldschäden wie den Borkenkäfer anzugehen. Darüber hinaus haben Leitbilder der Vergangenheit mit Nadelholzmonokulturen zur stärkeren Verletzbarkeit der Wälder beigetragen.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie unterstützt mit Förderprogrammen und vielen weiteren Maßnahmen den Privatwald und auch den Kommunalwald. In den nächsten fünf Jahren bis zum Jahr 2025 stehen allein über zwei Förderrichtlinien insgesamt 12,7 Millionen € Fördermittel zur Verfügung. Mit der Waldumbaurichtlinie entstehen standortgerechte und klimastabilere Mischwälder sowohl durch Aufforstung als auch durch Durchforstung in bestehenden Reinbeständen.

Das Ministerium hat seine Förderungen darauf ausgerichtet, die Wälder für den Klimawandel fit zu machen. Der Bund hat ein Waldhilfsprogramm für die nächsten vier Jahre in Aussicht gestellt. Es ist zurzeit so, dass die Waldbesitzenden leider massive Verluste durch den frühzeitigen Abgang von Bäumen und natürlich auch durch die erforderliche Schadensbeseitigung und durch den massiven Preisverfall beim Holz zu beklagen haben.

Des Weiteren sorgen die Betriebe für wertvolle Ökosystemdienstleistungen, die die Wälder dann erbringen, wie CO2-Bindung, Reinigung, Kühlung der Luft und auch Stabilisierung des regionalen Klimas, was letztlich wieder gut für die Landwirtschaft ist und von der Gesellschaft gewünscht wird.

Herr Heuer hat die große Bedeutung des Waldes hervorgehoben. Das teilen wir absolut. Weitere Hilfsgelder sind sinnvoll. Über ihre Einsatzmöglichkeiten sollte auch im Ausschuss beraten werden. Die Kofinanzierung aufzutreiben, wird ein Kraftakt werden. Dabei gilt das Gleiche wie im letzten Jahr bei der Personalaufstockung. Der Forstbereich soll gestärkt werden, andere Bereiche dürfen nicht geschwächt werden.

Einen letzten Satz möchte ich noch sagen, Herr Präsident. Neben allen Förderansätzen wird eine der größten Herausforderungen beim Thema Wald eine ausreichende Wasserverfügbarkeit sein. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei den GRÜNEN)