Guido Heuer (CDU):

Danke, Herr Präsident. - Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir reden wieder einmal über den Wald, wie des Öfteren. Eines ist klar: Die Wiederaufforstung und der Erhalt unseres Waldes sind der beste Klimaschutz, den wir machen können.

(Beifall bei der CDU - Zustimmung von Oliver Kirchner, AfD)

Wir können über alle anderen Themen reden. Wir können über die Abschaffung der Autos etc. reden. Fakt ist: Die Wiederaufforstung und der Erhalt eines naturnahen Wirtschaftswaldes bringt am meisten.

(Zustimmung von Bernhard Daldrup, CDU)

Aktuelle Schäden, wie sie zum 1. August 2019 seitens der Landesregierung an den Bund gemeldet worden sind: Wir haben zurzeit 8 200 ha Kahlflächen. Das bedeutet, 3,6 Millionen m³ Nadelholz, 0,38 Millionen m³ Laubholz.

Für das Winterhalbjahr besagt die Prognose: zusätzlich 4 900 ha Kahlflächen mit 1,6 Millionen m³ Nadelholz und 0,63 Millionen m³ Laubholz. Das sind Größenordnungen, mit denen man, wenn man sie auf einem Haufen sehen würde, viele Holzvergaser bauen könnte.

Deshalb sind wir der Meinung, dass sowohl der Antrag der AfD als auch der Antrag der LINKEN Dinge enthalten, die diskussionswürdig sind. Ich schicke voraus, dass wir eine Überweisung zur federführenden Beratung in den Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie mitberatend in den Finanzausschuss - es geht auch um Bundesmittel, die in dem Haushalt verankert werden müssen   beantragen.

Wir begrüßen die Initiative der Bundesministerin Julia Klöckner, darauf zu reagieren. Das war definitiv kein Wahlgeplänkel; denn sie dies jetzt auch umsetzt; auch um das einmal klar zu sagen.

(Oliver Kirchner, AfD: Die Weinkönigin!)

Dass die CDU-Fraktion für den Erhalt des Waldes steht, haben wir in den letzten drei Jahren bewiesen. Wir waren es, die für eine bessere Personalausstattung im Forst gekämpft und auch gesorgt haben. Das wurde im Haushalt verankert und ist daraus auch finanziert worden.

(Beifall bei der CDU)

Zurzeit wird gemunkelt - die Ministerin hatte es bereits gesagt  , dass der Verteilungsschlüssel noch nicht klar sei. Nach der GRK wäre der Verteilungsschlüssel 60 : 40. Es wird gemunkelt über Bundesmittel in Höhe von ca. 9 Millionen €. Das würde eine Kofinanzierung in Höhe von ca. 6 Millionen € seitens des Landes bedeuten. Ich hoffe, dass sich der Bundesanteil noch erhöhen wird.

Ich erwarte von der Landesregierung, speziell von der Ministerin, dass sie uns diesen Verteilungsschlüssel und die gesamte Finanzierung seitens des Bundes im Ausschuss vorlegt, damit wir darüber sprechen können. Dann kann es in den Haushaltsberatungen auch im Haushalt verankert werden.

Ein weiteres Problem, das die Ministerin angesprochen hat, betrifft den Landeswald. Er kann mit diesen Mitteln von Haus aus erst einmal nicht gefördert werden. Ich hoffe, Sie setzen sich damit durch, dass sich der Bund auch daran beteiligt.

Aber nichtsdestotrotz gibt es auch immense Schäden im Landeswald. Insofern müssen dann auch die Mittel unabhängig davon, ob Bundesmittel dabei sind oder nicht, für den Landeswald bereitgestellt werden. Das wird nicht anders gehen.

Wir haben im Wald eine katastrophale Situation bisher ungekannten Ausmaßes. Das hatten wir meines Wissens noch nicht einmal beim sauren Regen in den 80er-Jahren. Ich war selbst im Juli auf dem Brocken und habe mir das explizit angeschaut. Im August war ich noch einmal mit einem Kollegen aus dem Sülzetal auf den Leistenklippen. Von dort aus hat man den besten Blick bis in Richtung Huy. Es ist erschreckend.

Ich kann nur alle Beteiligten aufrufen, vor allen anderen wichtigen Dingen, die wir als Wunschkonzert machen, dafür zu sorgen; denn der Wald ist eine Pflichtaufgabe. Er ist wichtig für unsere zukünftigen Generationen.

(Zustimmung bei der CDU)

Wir sehen nicht ein, dass den nächsten zwei bis drei Genrationen ein intakter Wald vorenthalten wird. Dafür müssen wir alles tun.

(Zustimmung bei der CDU)

Deshalb fordere ich Sie nochmals auf, dass wir gemeinsam für unseren Wald kämpfen. - Vielen Dank.

(Beifall bei der CDU)