Jan Wenzel Schmidt (AfD):

Vielen Dank. - Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Volkswagen-Konzern will 7 000 Stellen abbauen. Ford zieht nach und wird 12 000 Stellen, davon 5 000 in Deutschland, streichen. Bei Daimler stehen 10 000 Jobs auf der Kippe. BMW plant einen Stellenabbau von rund 6 000 Arbeitsplätzen. In Hanau streicht ein Autozulieferer 600 von 1 400 Stellen. Michelin schließt ein Werk mit rund 900 Mitarbeitern. Continental streicht 20 000 Stellen.

Dank dieser Entwicklung können bald 50 000 Deutsche mehr bei Fridays for Future gegen unsere Schlüsselindustrie demonstrieren.

(Zustimmung bei der AfD)

Ein CO2-neutrales Deutschland wird dabei keine Auswirkung auf den weltweiten CO2-Gehalt in der Luft haben.

(Zuruf von Thomas Lippmann, DIE LINKE)

Aber darum geht es auch nicht. Hauptsache die Linksideologen haben ein reines Gewissen und ihren Anteil gegen den Klimawandel geleistet. Den Mitbürgern, die ihre Arbeitsstellen verlieren, können die Demo-Teilnehmer sicher einige tröstende Worte mit auf den Weg geben.

Die Überschrift des Ursprungsantrags der LINKEN lautet: „Fridays for Future verdient Wertschätzung und den politischen Dialog“. Eine Fridays-for-Future-Demo kann in Sachsen-Anhalt bei gutem Wetter während der Schulzeit bis zu 1 200 Teilnehmer haben. Während der Sommerferien schrumpfen die Teilnehmerzahlen hingegen nachweislich auf fünf Personen, wie meine Kleine Anfrage erst kürzlich erwiesen hat.

(Heiterkeit und Zustimmung bei der AfD)

Offenbar endet der klimapolitische Idealismus vieler Schüler mit dem Ferienbeginn, wenn die Demonstrationen keinen Anlass mehr zum organisierten Schulschwänzen geben. Auch die im Bildungsausschuss seitens der Koalition erarbeitete Beschlussempfehlung sieht ein klares Bekenntnis zur Bewegung Fridays for Future vor. Als AfD-Fraktion können wir vor einem solchen Bekenntnis nur warnen.

Immer wieder haben wir auf die Gefahr der Unterwanderung dieser Demos durch linksextreme Kräfte hingewiesen. Bedauerlicherweise will das in diesem Parlament niemand wahrhaben.

Meine Kleine Anfrage hat nun ergeben, dass bereits im Februar an Fridays-for-Future-Demonstrationen Linksextremisten aus Magdeburg teilnahmen. Im Zusammenhang mit den Demos gab es zudem mehrere Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Sachbeschädigung, Körperverletzung und sogar schwerer Körperverletzung.

Werte Kollegen der CDU, hören Sie auf, sich von linker Propaganda treiben zu lassen und nehmen Sie Abstand davon, Demonstrationen, die durch Linksextreme unterwandert sind, wertzuschätzen.

(Beifall bei der AfD)