Olaf Meister (GRÜNE):

Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Büttner, erst Werbung zu machen, wenn paradiesische Zustände eintreten, ist, glaube ich, nicht der richtige Ansatz. Man muss es schon früher machen.

Die zentrale Frage, die der Antrag der Fraktion DIE LINKE, vielleicht auch ein bisschen motiviert durch die unterschiedlich ausgerichteten Pressemitteilungen unserer Koalitionsfraktionen - wir waren alle drei dabei  , richtigerweise aufwirft, ist die nach der zukünftigen Struktur des Landesmarketings. Wollen wir das möglichst zentral gebündelt organisieren, mehr dezentral oder gar auf externe Partner verteilen?

Wie müssen wir den oder die Akteure finanziell und personell ausstatten, damit die von uns zu definierende Aufgabe auch tatsächlich adäquat erledigt werden kann?

Tatsächlich bin ich gegenüber jüngsten Vorschlägen, das zentrale Marketing noch weiter zu schwächen, ausgesprochen skeptisch und wünsche mir eher eine Investitions- und Marketinggesellschaft, die für ihre Aufgaben gut gerüstet ist und mit den regionalen Partnern, insbesondere im Sektor Tourismus, auch gut zusammenarbeitet.

Denn richtig ist, dass der Tourismus regionalspezifisch vermarktet werden muss, der Harz anders als Elbe oder Altmark, Quedlinburg anders als Wittenberg, unsere Großstädte oder der Burgenlandkreis. Trotzdem darf und sollte das Tourismusmarketing aus einem Guss sein. Aber auch die Kritik aus der Tourismusbranche an Lücken in der Vermarktung - so wurde das Fehlen des Gesundheitstourismus in der Vermarktung kritisiert - muss aufgenommen werden.

Zu den weiteren Fragen wie Claims, Gestaltung usw. will ich mich jetzt nicht äußern. Ich glaube, das Plenum ist der falsche Ort, um solche Dinge zu diskutieren. Über die Weiterentwicklung der Vermarktungsstrategie, aber eben auch über die Struktur des Marketings müssen wir untereinander, aber auch mit der Landesregierung ins Gespräch kommen. Insoweit bitte ich um eine Überweisung des Antrages an den Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung. - Danke.

(Zustimmung bei den GRÜNEN)