Cornelia Lüddemann (GRÜNE):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Werte Abgeordnete der demokratischen Parteien! Die Große Anfrage der LINKEN behandelt mit dem Aufhänger des seniorenpolitischen Programms ein Querschnittsthema, das wirklich jedes Ressort betrifft. Schließlich umfasst es eine Lebenspanne von gut 30 Jahren. In dieser Lebensspanne sind natürlich sämtliche politischen Felder relevant. Entsprechend beginnt die Große Anfrage mit Eltern-Kind-Zentren und endet mit Barrierefreiheit im ÖPNV.

Ich habe mich wirklich lange gefragt, welche Themenstellung ich für meinen nur zweiminütigen Redebeitrag herausgreifen soll. Ich denke, der Kern vieler Themen der Großen Anfrage betrifft letztendlich - das ist ein Punkt, dem ich mich auch sehr gern widme - die soziale Teilhabe älterer Menschen.

Ein zentraler Ansatz, um diese Teilhabe zu verwirklichen, ist der Quartiersansatz, also das Ziel, zentrale Dienstleistungen und nötige Wege im Alltag in Pantoffelnähe zu verwirklichen, wie es die frühere grüne Senioren- und Familienministerin in NRW formulierte. Diesen Quartiersansatz konnten wir mit dem Koalitionsvertrag für Sachsen-Anhalt und für die älteren Menschen in Sachsen-Anhalt stärken.

Die Quartierberatungsstelle für Kommunen und das Förderprogramm für Quartiersmanagerinnen und  manager finden sich in der Antwort der Landesregierung. Das Geld für die Beratungsstelle ist bereits in den Haushalt für das Jahr 2019 eingestellt worden.

Sicherlich ist der Bereich der Mobilität im Bereich der Seniorenpolitik absolut diskussionswürdig; denn ein guter ÖPNV und zukunftsweisende Ansätze wie Ridesharing, Fahrdienste, Nachbarschaftshilfe und etwa autonomes Fahren sind insbesondere für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger zentrale Vorhaben, um bis ins hohe Alter mobil zu bleiben.

Eine weitere Diskussion müssen wir, weil meine Redezeit tatsächlich schon zu Ende geht, an anderer Stelle führen. Dazu lade ich Sie gern ein. - Herzlichen Dank.

(Beifall bei den GRÜNEN)