Cornelia Lüddemann (GRÜNE):

Sehr geehrte Kollegen! Ich bin froh darüber, dass der Ministerpräsident hier im Raum ist, damit er jetzt zur Kenntnis nehmen kann, was ich sagen werde. Ich verzichte darauf, jetzt eine weitere Auszeit zu nehmen. Auch der Landesvorsitzende kann es sich gern anhören. Ich finde es nämlich wirklich nicht mehr lustig.

(Zustimmung bei den GRÜNEN - Eva von Angern, DIE LINKE: Das ist unfassbar!)

Wir sind der grüne Koalitionspartner in diesem Land. Wir sind in diese Landesregierung eingetreten, sicherlich auch um den sozialen Frieden in diesem Land zu sichern,

(Lachen bei der AfD)

wie es der Ministerpräsident immer sagt. Wir sind aber auch in diese Regierung eingetreten, um für unsere Kernkompetenz einzutreten,

(Daniel Roi, AfD: Jetzt demonstrieren Sie da draußen! Sozialer Frieden! - Weitere Zurufe von der AfD)


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Meine sehr geehrten Damen und Herren!


Cornelia Lüddemann (GRÜNE):

und unsere Kernkompetenz    


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Frau Lüddemann, einen kleinen Moment. - Ich finde es einfach unverschämt. Wenn eine Fraktionsvorsitzende hier vorn steht, dann hat sie zumindest die Möglichkeit, die Worte herüberzubringen, die sie herüberbringen möchte. Ihr Fraktionsvorsitzender hat sich auch gemeldet. Auch Sie möchten, dass er verstanden wird. Ich bitte wenigstens um so viel Respekt, dass die Fraktionsvorsitzende dieses hier auch kundtun kann. - Frau Lüddemann.


Cornelia Lüddemann (GRÜNE):

Ich will mich deutlich dagegen verwahren, dass die Führungsriege der CDU, unseres Koalitionspartners, uns hier in einer öffentlichen Art und Weise diffamiert, die nicht hinnehmbar ist.

(Beifall bei den GRÜNEN - Zustimmung bei der LINKEN, von Ronald Mormann, SPD, von Andreas Steppuhn, SPD, und von Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert - Unruhe bei der CDU - Lachen bei der AfD)

- Es wäre schön, wenn Sie mir wenigstens zuhören würden, Herr Kollege Kurze.

Ich will hier ganz deutlich sagen: Wir sind nicht mehr bereit dazu, diese Demütigungen hinzunehmen. Wir sind in dieser Regierung, damit wir Inhalte umsetzen können. Solange es noch möglich ist, machen wir hier weiter mit, aber so etwas hören wir uns nicht mehr an. Wenn Sie weitermachen, dann können wir gern die nächste Auszeit nehmen.

(Beifall bei den GRÜNEN - Zustimmung bei der LINKEN, von Ronald Mormann, SPD, und von Andreas Steppuhn, SPD - Eva von Angern, DIE LINKE: Frechheit! - Lachen bei der AfD)