Dorothea Frederking (GRÜNE):

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Es ist schon sehr betont worden, dass das Thema Jugendaustausch ein wichtiger Bestandteil der demokratischen Bildung ist. Gerade für das Zusammenwachsen der europäischen Länder in einer wachsenden EU war und ist der Jugendaustausch von enormer Bedeutung. Europa muss natürlich auch für junge Menschen aus Sachsen-Anhalt erfahrbar sein.

Austauschprogramme sollten wir nicht nur im Hinblick auf Schule und Hochschule denken, sondern auch verstärkt mit guten Programmen Auszubildende fördern. Insofern ist es auch richtig gewesen, dass es seit dem Jahr 2014 das Programm Erasmus+ gibt. In einer globalisierten Welt, die immer globalisierter wird, werden auch Kompetenzen und persönliche Erfahrungen im internationalen Austausch für alle Berufs- und Lebenswege immer wichtiger.

Daher teilen wir auch das grundsätzliche Anliegen des Antrags, möglichst vielen jungen Menschen die Möglichkeit für europäische Austauscherfahrungen zu geben. Auch wenn ich davon ausgehe, dass die mir bekannten Projekte und Zahlen nicht vollständig sind, zeigen sie doch die erfreuliche Vielfalt der Möglichkeiten für einen europäischen Austausch. Möglicherweise gibt es auch noch Luft nach oben.

Ich habe einige Beispiele herausgesucht: 30 Partnerschaftsprojekte von Schulen wurden vom Land in den Jahren 2017/2018 finanziell unterstützt. Mit dem Programm Erasmus+ konnten 802 Personen in den Jahren 2015/2016 einen Aufenthalt in einem EU-Ausland wahrnehmen. Aus der Regionalpartnerschaft mit Centre-Val de Loire haben sich 13 Schulpartnerschaften etabliert.

Wie wir junge Menschen besser unterstützen können, Europa grenzenlos zu erleben, muss in den Fachausschüssen detailliert erörtert werden. Ich hörte vorhin, dass wir dafür plädieren, den Antrag auch in den Ausschuss für Bildung und Kultur zu überweisen.

Begegnungsmöglichkeiten in Europa, für die sich proeuropäische Parteien aussprechen, werden in Zukunft nur dann fortgeführt werden können, wenn wir mit dem nächsten EU-Parlament auch eine proeuropäische und weltoffene Mehrheit haben. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei den GRÜNEN, von Kerstin Eisenreich, DIE LINKE, und von Stefan Gebhardt, DIE LINKE)