Hannes Loth (AfD):

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Ministerin, Sie haben gesagt, alles, was geregelt werden müsse, sei bereits geregelt. Ich glaube, im MDR oder in der „Volksstimme“ stand das geschrieben. Das ist leider eben nicht so. Denn die Regeln - ich habe sie vorhin vorgelesen - kann ich noch einmal ganz kurz zitieren: Rudelhunde müssen nachgewiesen werden, Zuordnung von Rissen usw., Formen von Verhaltensauffälligkeiten. Sie kennen die Regeln selber; Sie haben sie ja mit aufgestellt. Sie sind schwer durchzusetzen in der freien Natur. Das macht die Betroffenen doch etwas unwirsch beim Verständnis für den Wolf. Deshalb muss das eben gestrafft werden und doch vielleicht ein bisschen lebens- und praxisnaher ausgelegt werden.

Sie wissen, der Innenminister musste extra einen Zusatzerlass schaffen, um Polizisten anzuweisen, Wölfe zu erlegen. Das kann man sicherlich alles anders machen.

Herr Lange meinte, wir würden Wahlkampf machen. Wer hängt den Plakate mit Wölfen in den Straßen auf? - Wir nicht. Das macht DIE LINKE. Wir kümmern uns um die Sachpolitik und hoffen, dass unser Antrag durchkommt.

(Beifall bei der AfD)

Zur CDU möchte ich sagen: Am 11. April 2018 gab es den Start der Resolution, deren Inhalt es war, den Wolf in das Jagdrecht zu übernehmen, Herr Heuer. Am 23. April gab es die Zwischenbilanz der großen Koalition, Herr Borgwardt, mit dem Ergebnis, den Wolf ins Jagdrecht zu überführen. Am 16. August 2018 gab es das gemeinsame Treffen der CDU-Landtagsfraktionen Sachsens und Sachsen-Anhalts, Herr Borgwardt, mit dem Ziel, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Am 30. April 2019 gab es das Wolfssymposium mit dem Ziel, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Am 18. Januar 2019 hat die CDU im Land Sachsen-Anhalt ein Interview bei „Radio Brocken“ gegeben. Herr Daldrup war es dort, der meinte, der Wolf dürfe ins Jagdrecht kommen.

Ich bitte Sie: Lassen Sie diesen sechs Ankündigungen der letzten beiden Jahre - schon in der vorigen Legislaturperiode haben Sie es gefordert - Taten folgen und stimmen Sie diesem Antrag zu. - Danke schön.

(Beifall bei der AfD)