Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen (SPD):

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir standen als Landesgesetzgeber vor der schwierigen Aufgabe, ein Bundesgesetz, das nicht unbedingt glücklich formuliert war und in seinen Antragsverfahren mehr Probleme als Lösungen bietet, so umzusetzen, dass für die Betroffenen tatsächlich noch etwas Gutes dabei herauskommt.

Das Gesetz heißt nun einmal Prostituiertenschutzgesetz und deswegen haben wir gerade die Anmerkungen, die Wünsche und die Kritik, die im Rahmen des Fachgespräches von vielen Betroffenen geäußert wurden, ernst genommen. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei den Kollegen für die kooperative Zusammenarbeit bedanken. Ich glaube, dieses parlamentarische Verfahren ist wirklich ein gutes Beispiel dafür, dass es gelingt, die praktischen Gegebenheiten so einzubinden, dass der Gesetzentwurf noch verbessert werden kann.

Insoweit bin ich froh, dass wir es geschafft haben, das, womit wir positive Erfahrungen gemacht haben, nämlich die Beratungsstelle Magdalena hier in Magdeburg, gesetzlich zu verankern. Dahinter steht der feste Wille - wir haben das ja auch im Haushalt für 2019 schon untersetzt -, eine zweite Beratungsstelle in Halle aufzubauen. Natürlich werden wir das weiterhin begleiten und schauen, wie sich das entwickelt, ob es möglicherweise regional auch noch im Osten oder im Norden unseres Landes Bedarfe gibt, und das dann entsprechend umsetzen.

Herzlichen Dank auch noch einmal für die Anregungen derjenigen, die an unserem Fachgespräch teilgenommen haben: Vera, Magdalena, Wildwasser e. V., der Landesfrauenrat, die kommunalen Vertreter und Gleichstellungsbeauftragten sowie der Städte- und Gemeindebund. Insoweit zeigt sich, dass Teamarbeit tatsächlich dazu führt, dass am Ende doch etwas Gutes herauskommt. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei der SPD)