Rüdiger Erben (SPD):

Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die AfD-Fraktion stellt heute ihren Antrag Waffenrecht II, um das verkürzt wiederzugeben, vor. Sie legen uns damit erneut einen Antrag vor, in dem vom Innenminister verlangt wird, im Verordnungswege eine Verwaltungsvorschrift des Bundes zu ändern. Weder meine Fantasie noch die Fantasie Ihres PGF und Juristen wird reichen, um nachvollziehen zu können, wie man als Landesminister durch Verordnung eine Bundesverwaltungsvorschrift ändern soll.

Herr Lehmann, Sie haben ja vorhin etwas abschätzig davon gesprochen, dass Sie auf die Ergüsse der anderen Fraktionen gespannt seien. Ich kann Sie beruhigen, Sie müssen nur meinen Erguss ertragen; denn die anderen Fraktionen haben sich entschlossen, auf diese Anträge nicht mehr zu erwidern,

(Beifall bei der SPD, bei der LINKEN und bei den GRÜNEN)

weil wir keine Lust und keine Zeit haben, um Redezeit dafür aufzuwenden, wenn Sie hier obskure Anträge stellen und Fahrräder und Schusswaffen allen Ernstes in einen solchen Vergleich stellen. Deswegen müssen Sie vermutlich jetzt mit meinem Redebeitrag - Sie bezeichnen es als Erguss - vorlieb nehmen.

Vielleicht abschließend noch ein Rat: Es gibt heute eine bundesweite Berichterstattung über einen Waffenscheininhaber, der bei einem Mitglied Ihrer Fraktion beschäftigt ist oder beschäftigt war.

(Zurufe von Stefan Gebhardt, DIE LINKE)

Vielleicht sollte sich die AfD auch um den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen in den eigenen Reihen kümmern.

(Beifall bei der LINKEN und bei den GRÜNEN)

Und schließlich und endlich will ich eines klarstellen: Die Schützen in diesem Lande gehen äußerst verantwortungsbewusst mit ihren Schusswaffen um. Deswegen gibt es zum Glück auch so wenige Vorkommnisse. Im Übrigen werden die Schützen in diesem Lande von den Waffenbehörden im Gegensatz zu Ihrer Auffassung ordentlich behandelt. - Herzlichen Dank.

(Beifall bei der SPD)