Mario Lehmann (AfD):

Danke schön. - Herr Kurze, ich schätze Sie als Kollegen sehr, aber Sie haben es auch wieder nicht richtig rübergebracht. Die AfD möchte nichts lockern, sie möchte nur die Fünferkontingentregelung flexibilisieren. Und noch einmal für alle: Damit sind nicht mehr Waffen im Umlauf, sondern es besteht besser die Möglichkeit, nach dem Interesse des Schützen Waffen zu kaufen.

Ich bewundere bei der Landesregierung, wie Frau Keating stur und stoisch irgendwelche Gesetzestexte zitiert, ohne einen Bezug zu haben. Wenn jemand zum Waffenrecht keinen Bezug hat, dann sollte er dazu nicht reden.

Ansonsten ist es, wie ich vorausgesagt habe: Man zieht sich hinter die Bundeszuständigkeit zurück. Das ist das Rückzugsargument, nach dem Motto: Damit brauchen wir nichts zu tun; wir sind ja nicht zuständig.

Aber Herr Stahlknecht ist Vorsitzender der IMK. Er ist ein Schwergewicht, so tut er jedenfalls immer. Die Landesregierung kann auf der Bundesebene einen Vorstoß machen, wenn dort die Zuständigkeit vermutet wird, und dort das Fünferkontingent flexibilisieren.

Zu Herrn Erben - darauf brauche ich jetzt nicht weiter einzugehen -: Da gab es die gleiche Substanz wie beim letzten Mal, nämlich nichts. Jetzt fängt er auch wieder an, sich so aufzuführen. Das kann man knicken.

Bei den LINKEN fand ich die gute und beste Sachlichkeit bei Frau Quade - dafür muss ich ihr einmal ein Lob aussprechen -, obwohl ich es gar nicht vermutet habe, weil wir gegenteilige Ansichten zum Waffenrecht haben. Sie möchte mehr Reglementierung haben. Wir möchten mehr Liberalisierung haben. Das streite ich gar nicht ab. Aber das hat mir ganz gut gefallen.

Die Mehrregulierung im Waffenrecht, Frau Quade, das erinnert mich doch an die DDR-Zeit, als man bei der GST schießen konnte. Dort wurden die Waffen weggeschlossen. Das möchte ich nicht wiederhaben.

Die GRÜNEN - Herr Striegel hat für sie gesprochen - stehen auf Legalisierung des Drogenrechts bei Canabis, Kiffen und Joint-Rauchen.

(Zuruf von Sebastian Striegel, GRÜNE)

Und die AfD steht für eine Liberalisierung des Waffenrechts. So hat jede Partei ihr Steckenpferd und ihre Klientel. Wir sprechen hier für die 50 000 WBK-Besitzer in Sachsen-Anhalt.

Herr Kolze sagte noch - darin gebe ich ihm recht -, die meisten Straftaten werden mit illegalen Waffen verübt. Dem muss ich beipflichten.

Auch die illegalen Messerstechereien nehmen immer mehr zu. Die lassen sich auch nicht eindämmen, obwohl das Waffenrecht bei Einhandmessern, Springmessern, Klappmessern auch immer weiter verschärft wird. Der Gesetzgeber drangsaliert auch jeden Messerfreund immer mehr. Die Leute werden in den Fußgängerzonen mit einem ganz einfachen Küchenmesser erstochen, welches in Migrantenhand ist. - Das ist also auch kein Argument. - Danke schön.

(Beifall bei der AfD)