Dr. Verena Späthe (SPD):

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Ich möchte es kurz machen und mich vollumfänglich den Ausführungen der Kollegin Lüddemann anschließen. Es ist deutlich geworden, dass wir uns im Vorfeld der letzten Beratung im Sozialausschuss auch innerhalb der Koalition zusammengesetzt haben, um die Zielstellung dieser Enquete-Kommission noch einmal auf breitere Füße zu stellen; denn die reine Konzentration auf die Entwicklung der Krankenhauslandschaft ist eben doch zu schmal.

Wir haben festgestellt, dass sehr viele Akteure der medizinischen Versorgung, insbesondere auch im ländlichen Raum, angehören; diese müssen wir ebenfalls beachten. Dadurch sind diese drei Schwerpunkte zustande gekommen: Ein erster Schwerpunkt ist die medizinische Versorgung über die Krankenhäuser, sektorenübergreifend. Das wird eine sehr spannende Geschichte, auf die ich sehr gespannt. Im zweiten Schwerpunkt werden uns die aktuelle Lage und die Weiterentwicklung der Ausbildung in den Gesundheitsberufen sehr beschäftigen, insbesondere die generalisierte Ausbildung der Pflegeberufe.

(Zustimmung von Swen Knöchel, DIE LINKE)

Damit müssten wir meines Erachtens anfangen. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass aus der laufenden Arbeit der Enquete-Kommission heraus Anträge und Arbeitsaufträge an die Verwaltung gehen werden. Deswegen glaube ich überhaupt nicht, dass es drei, vier oder fünf Jahre dauert, bis Ergebnisse aus dieser Enquete-Kommission vorliegen. Das wäre tragisch und viel zu spät.

Die Bedeutung der Barrierefreiheit hat Kollegin Lüddemann schon begründet. Insofern stimme ich dem zu. Ich hoffe, Sie auch. Ich denke, dass wir zu Beginn des nächsten Jahres dann tatkräftig mit der Arbeit werden anfangen können, zumal dies eine Arbeit ist, die nicht während der normalen Ausschussarbeit erledigt werden kann. - Vielen Dank.

(Zustimmung bei der SPD, bei der LINKEN und bei den GRÜNEN)