Hannes Loth (AfD):

Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich möchte mich bei Ihnen für Ihre Bemühungen bedanken, die Sie auch vorgestellt haben und die auch aller Ehren wert sind. Aber ich möchte auch mitteilen, dass durch die erhöhte Bedrohung der Schafe und Ziegen durch den aus Osteuropa eingewanderten Wolf auch    

(Oh! bei der CDU - Zurufe von der LINKEN)

Sie können nicht anders; immer wieder kommen Sie auf die Ausländer zurück. Was hat man Ihnen eigentlich angetan? Das ist doch schlimm mit Ihnen.

(Heiterkeit und Zustimmung bei der AfD)

Wohin ich wollte: Frau Ministerin, aufgrund der Bedrohung durch die Wölfe wird sich die Arbeitsleistung des Landwirts und des Schafhalters auf dem Feld, auch wenn er eigene Flächen hat, erhöhen. Er muss den Zaun umstellen. Die Zäune werden höher. Die Bewirtschaftung des Zauns wird schwieriger usw.

Wir wissen auch, dass es Probleme gibt, gerade an der A 2, wo man gemeinsam mit dem Wolfskompetenzzentrum einen Zaun testet, bei dem man sich nicht einig darüber ist, wer die Kosten des Umstellens trägt.

Ferner wollte ich sagen, dass mir der Antrag der Fraktion DIE LINKE nicht schlecht gefällt. Unser Antrag geht nicht, wie es Herr Barth sagte, auf einen Antrag im Bundestag zurück, sondern auf eine übergebene Petition, die im Vorfeld bekannt gemacht wurde. Wir haben uns dazu schon selber Gedanken gemacht.

Zu Frau Frederking möchte ich Folgendes sagen: 100 Tage vier Stunden pro Woche auf die Weide, das ist interessant. Das ist in der Offenstallhaltung mit angrenzender Weidefläche bestimmt auch gut zu gestalten.

(Dorothea Frederking, GRÜNE: Vier Stunden am Tag!)

Das kann man nicht bezahlen. Ich sehe keinen Rinderhalter, der die Tiere kilometerweit zur nächsten Weide fährt, sie dort für vier Stunden hinstellt und dann wieder zurückholt. Wenn er das zweimal am Tag macht, ist der Tag vorbei.

(Dorothea Frederking, GRÜNE: Arrondierte Flächen! Die Flächen sind am Hof!)

Es erschließt sich mir nicht, wie Sie sich das vorstellen. Das ist auch weltfremd. Wenn man immer dieses Klein-klein sieht und einen Hof mit drei Kühen irgendwo in der Schweiz sieht, dann ist das vollkommen okay. Bei uns geht das einfach nicht, Frau Frederking.

(Zustimmung bei der AfD)

Herr Heuer, Ihr Vorschlag ist natürlich typisch für die CDU.

(Chris Schulenburg, CDU: Richtig!)

Das geht nach dem Motto: Wir gucken erstmal, was passiert, wir machen vielleicht ein bisschen was, aber so richtig bewegen tun wir uns erst, wenn das irgendwann einmal neu verhandelt wird.

Sie haben es doch gesehen: Die Anzahl der Tiere nimmt ab. Jetzt sind es nur noch 68 000 Tiere. Im nächsten Jahre sind es vielleicht nur noch 65 000 Tiere und im übernächsten Jahr sind es vielleicht nur noch 60 000 Tiere. Wie wollen wir mit so wenigen Tieren alle unsere Neubürger versorgen? - Danke schön.

(Beifall bei der AfD)


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Herr Loth, es gibt noch eine Nachfrage. - Frau Buchheim.


Christina Buchheim (DIE LINKE):

Herr Loth, habe ich den Vorwurf richtig verstanden, dass wirkungsvoll eine Petition übergeben worden sei, von der Sie nichts wieder gehört hätten?


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Herr Loth, Sie haben das Wort.


Hannes Loth (AfD):

Ich habe an der Übergabe der Petition teilgenommen, ja.


Christina Buchheim (DIE LINKE):

Sie hatten geäußert, Sie hätten von der Petition nichts mehr gehört.


Hannes Loth (AfD):

Ich habe nicht verfolgen können, ob wir die Petition noch weiter verhandelt haben.


Christina Buchheim (DIE LINKE):

Dann würde ich Ihnen gern auf die Sprünge helfen.


Hannes Loth (AfD):

Bitte.


Christina Buchheim (DIE LINKE):

Die Petition wurde am 14. Juni beraten. Es gab auch ein Votum Ihrer Fraktion, da ein Vertreter Ihrer Fraktion auch Berichterstatter dazu war. Vielleicht lesen Sie das noch einmal nach.

(Zustimmung von Dorothea Frederking, GRÜNE)


Hannes Loth (AfD):

Wunderbar, Frau Buchheim, ich danke Ihnen sehr. Aber Sie wissen selber, dass man angesichts der Masse der Petitionen nicht immer hinterherkommt, um alles mitzukriegen. Und wenn das dann noch politisch verklemmt ist und schlecht berichtet wird von der Frau Vorsitzenden, dann rutscht es manchmal auch weg.

(Siegfried Borgwardt, CDU: Dann kann man es aber nicht behaupten! - Zurufe von der LINKEN)