hhalter wären sicherlich die Nächsten, die eine Tierprämie fordern. Ich denke, diese Argumente sind wichtig, um nachzuvollziehen, warum der Bundestag den Antrag abgelehnt hat.

Die Fraktion DIE LINKE hat in ihrem Alternativantrag die Mutterkuhprämie schon einmal vorsichtig gefordert. Dass die Mutterkuhprämien über die Aufwertung des Grünlandes in die Direktzahlung eingeflossen sind, spielt offensichtlich keine Rolle mehr.

Im Gegensatz zu den Schäfern kann auch regelmäßig davon ausgegangen werden, dass Mutterkuhhaltung auf eigenen oder Pachtflächen stattfindet und somit die Unternehmen eine entsprechende Direktzahlung erhalten.

Meine Damen und Herren, die Schäfer in Sachsen-Anhalt verfügen leider kaum über eine auskömmliche Flächenausstattung. Die Beweidung mit Schafen erfolgt weit überwiegend auf Flächen, die sich nicht im Eigentum oder der Pacht von Schäfern befinden. Nicht zuletzt aus diesem Grund haben wir uns im Landtag in den zurückliegenden Jahren mehrfach mit der Schafhaltung befasst und konnten sicherlich auch einiges erreichen.

Die Deichpflege mit Schafen funktioniert gut und offensichtlich auch zu auskömmlichen Bedingungen. Bei der Landschaftspflege gestaltet sich das hingegen schwieriger. Ebenfalls problematisch sind die notwendigen Präventionsmaßnahmen gegen den Wolf, denn selbst dann, wenn die Förderung hoch ist, verlangt sie dennoch den Schäfern einen Eigenanteil ab. Und diese finanziellen Mittel fehlen mitunter bei der Erzielung eines auskömmlichen Einkommens. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel auch, dass ein Hütehund nicht unwesentliche Unterhaltskosten verursacht.

Meine Damen und Herren, wir brauchen Schafhaltung in unserem Land und müssen bei der dafür erforderlich Förderung dort ansetzen, wo auch der Nutzen entsteht. Bei der Deichpflege haben wir damit Erfolg.

Nun muss es darum gehen, auch im Rahmen der Landschaftspflege die Bedingungen so zu gestalten, dass damit ein angemessenes Einkommen erzielt werden kann. Es geht nicht um die Gewährung von Almosen gegenüber den Schäfern, sondern es geht um die Haltung der Artenvielfalt.

(Zustimmung von Hardy Peter Güssau, CDU)

Dafür brauchen wir Schafe und Ziegen, um die Landschaft offen zu halten. Derzeit erfolgt eine Neuausrichtung der GAK. Ich denke, das muss mit berücksichtigt werden. Wir halten es für den richtigen Ansatz, hier zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt. Ich bitte Sie in diesem Zusammenhang um Zustimmung zu unserem Alternativantrag. - Vielen Dank.

(Beifall bei der SPD)