Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Der Abg. Herr Dr. Tillschneider hat darum gebeten, eine persönliche Bemerkung machen zu dürfen. Gemäß § 67 der Geschäftsordnung des Landtages hat er das Recht, eine persönliche Bemerkung zu machen. § 67 gilt immer in Verbindung mit § 62 Abs. 4 der Geschäftsordnung, der besagt, dass diese Bemerkung nicht länger als drei Minuten in Anspruch nehmen darf. - Sehr geehrter Herr Dr. Tillschneider, Sie haben das Wort.


Dr. Hans-Thomas Tillschneider (AfD):

Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Abg. Henriette Quade hat gestern im Plenum behauptet, ich hätte einen verurteilten Holocaustleugner zu einem Gespräch auf meinen YouTube-Kanal eingeladen. Diese Behauptung - -

(Angela Gorr, CDU: Noch einmal, bitte!)

- Noch einmal. Es geht darum, dass die Abg. Henriette Quade gestern behauptet hat, ich hätte einen verurteilten Holocaustleugner zum Gespräch auf meinen YouTube-Kanal eingeladen. Diese Behauptung ist irreführend.

Ich habe diese betreffende Person auf dem Bundesparteitag der Alternative für Deutschland in Hannover kennengelernt. Sie hat sich mir als Diakon der evangelischen Kirche vorgestellt. Thema des Gesprächs war das Verhältnis von Kirche, Staat und Religion. Die Geschichte des Dritten Reiches und das Thema Holocaust wurden nicht gestreift.

Wie ich gestern erfahren habe, wurde die betreffende Person ein halbes Jahr nach diesem Termin wegen der Verharmlosung des Holocaust verurteilt. Die Behauptung, ich hätte einen verurteilten Holocaustleugner zum Gespräch geladen, ist bewusst irreführend. Sie suggeriert, die betreffende Person sei zum Zeitpunkt des Gesprächs verurteilt gewesen; dem war nicht so.

Und so zeigt sich erneut: DIE LINKE, die sich gern über Fakenews echauffieren, sind selbst Meister darin, missverständliche Erklärungen zu verbreiten und Falschnachrichten in die Welt zu setzen.

(Beifall bei der AfD)