Präsident Hardy Peter Güssau: </div>Danke, Frau Abgeordnete. - Damit liegt ein Wahlvorschlag für die Wahl des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt vor. Es ist beantragt worden, sofort in den zweiten Wahlgang einzutreten. - Ich sehe, es gibt hierzu keine anderen Auffassungen.</div></div>Ich habe Ihnen gesagt, in bin ein lernender Landtagspräsident. Für den zweiten Wahlgang liegt mir seit 11:45 Uhr ein schriftlicher Wahlvorschlag der Fraktionen der CDU, der SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Drs. 7/21 vor. Die Verwaltung hat die entsprechenden Stimmzettel bereits gedruckt. Daher brauchen wir keine Pause zu machen.</div></div>Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gewählt wird nach Artikel 65 Abs. 1 der Landesverfassung in geheimer Abstimmung. </div></div>Auf dem Stimmzettel steht als Wahlvorschlag, Abg. Herrn Dr. Reiner Haseloff zum Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt zu wählen. </div></div>Artikel 65 Abs. 2 Satz 3 der Landesverfassung bestimmt auch für den zweiten Wahlgang, dass die Wahl des Ministerpräsidenten die Mehrheit der Mitglieder des Landtages erfordert. Insofern darf ich an meine Ausführungen für den ersten Wahlgang erinnern, nach der bei 87 Abgeordneten diese absolute Mehrheit eine Zustimmung von 44 Abgeordneten voraussetzt. </div></div>Sie haben die Möglichkeit, mit Ja oder mit Nein zu stimmen oder sich der Stimme zu enthalten. Bitte achten Sie darauf, dass das Kreuz auf dem Stimmzettel korrekt angebracht wird, sodass kein Zweifel an der Gültigkeit Ihrer Stimme entstehen kann. </div></div>Wer den Stimmzettel beschädigt, verändert oder mit Zusätzen, Kennzeichen und dergleichen versieht oder auf sonstige Weise verändert, macht seine Stimme ungültig. Verwenden Sie bitte einen der Stifte, die in der Wahlkabine liegen. </div></div>Folgende Abgeordnete wurden von den Fraktionen zur Unterstützung der Wahldurchführung benannt: für den Namensaufruf Abg. Frau Heiß, für das Führen der Wählerliste Abg. Herr Harms, für die Ausgabe der Stimmzettel Abg. Herr Dr. Schmidt, für die Aufsicht an der Wahlkabine Abg. Herr Loth sowie für die Aufsicht an der Wahlurne Abg. Herr Meister. - Ich bitte die genannten Abgeordneten, ihr Amt zu übernehmen.</div></div>Abg. Herr Meister überzeugt sich bitte davon, dass die Wahlurne leer ist und bestätigt mir das bitte.</div></div>(Olaf Meister, GRÜNE, hält die Wahlurne hoch)</div></div>Olaf Meister (GRÜNE): </div>Sie ist leer.</div></div>Präsident Hardy Peter Güssau: </div>Das ist die Bestätigung. - Ich bitte nunmehr Abg. Frau Heiß, den Namensaufruf vorzunehmen. Bitte.</div></div>(Schriftführerin Kristin Heiß ruft die Mitglieder des Landtages namentlich zur</div>Stimmabgabe auf)</div></div>Präsident Hardy Peter Güssau:</div>Ich bitte nunmehr die am Wahlverfahren beteiligten Abgeordneten um ihre Stimmabgabe, Herrn Abg. Loth, Herrn Abg. Meister, Frau Abg. Heiß, Herrn Abg. Harms, meine Person und Herrn Abg. Dr. Schmidt.</div></div>Ich frage nunmehr: Ist ein Mitglied des Landtages im Plenarsaal, das seine Stimme noch nicht abgegeben hat? - Das ist offensichtlich nicht der Fall. Damit schließe ich die Wahlhandlung ab. Bis zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses unterbreche ich die Sitzung, darf Sie aber herzlich bitten, im Raum zu verweilen.</div></div></div>Präsident Hardy Peter Güssau:</div>Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bitte Sie, die Plätze wieder einzunehmen. Wir setzen die unterbrochene Sitzung fort. – Ich habe die Verwaltung zu früh gelobt. Ich bitte um Entschuldigung. Es gibt ein kleines Rechenproblem; einen Augenblick bitte. </div></div>Nach der mir vorliegenden Wahlniederschrift wurde die Wahl des Ministerpräsidenten mit folgendem Ergebnis durchgeführt: abgegebene Stimmzettel 87, ungültige Stimmzettel drei, gültige Stimmzettel 84. Für den Wahlvorschlag stimmten 47 Abgeordnete. </div></div>(Starker, lang anhaltender Beifall bei der CDU, bei der SPD und bei den GRÜNEN - Zustimmung bei der LINKEN) </div></div>Gegen den Wahlvorschlag stimmten 34 Abgeordnete. Stimmenthaltungen gab es drei. </div></div>Wie ich eingangs erläuterte, ist zum Ministerpräsidenten gewählt, wer die Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Landtages auf sich vereinigt. Das heißt, bei der gesetzlichen Zahl von 87 Abgeordneten müssen mindestens 44 gültige Stimmen für den Wahlvorschlag abgegeben worden sein. </div></div>Ich stelle fest: Damit hat der Landtag von Sachsen-Anhalt Herrn Dr. Reiner Haseloff mit der erforderlichen Mehrheit der Mitglieder des Landtages zum Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt gewählt. </div></div>(Starker, lang anhaltender Beifall bei der CDU, bei der SPD und bei den GRÜNEN - Zustimmung bei der AfD und bei der LINKEN) </div></div>Herr Dr. Reiner Haseloff, nehmen Sie die Wahl an? </div></div>Dr. Reiner Haseloff (CDU):</div>Herr Präsident, ich nehme die Wahl an.</div>