Frage 7
Anlage von Biotopen mit Kranichbrutplätzen


Sie wird gestellt vom Abg. Hannes Loth, AfD. Herr Loth, Sie haben das Wort.


Hannes Loth (AfD):

Danke schön, Herr Präsident.

Die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Prof. Claudia Dalbert, berichtete in ihrer Regierungserklärung vom 24. August 2017, im Rahmen des Umweltsofortprogrammes unter anderem über die Anlage eines „Feuchtbiotops mit Kranichbrutplatz“.

Ich frage die Landesregierung:

1.    Wie viele unterschiedliche Brutplatztypen für Kranichbrutpaare, die als Brutbiotope dienen sollen, wurden und werden im Rahmen des Umweltsofortprogrammes und anderer Förderungen im Land Sachsen-Anhalt - im Haushalt 2017/2018, in welchen Projekten - gefördert?

2.    Wie unterscheiden sich die Einzel- und Gesamtkosten für die Neuanlage von Kranichbrutplätzen, für die einzelnen Brutplatztypen, in den geförderten Projekten?


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Für die Landesregierung spricht Frau Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Prof. Dr. Claudia Dalbert. Frau Ministerin, Sie haben das Wort.


Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie):

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich beantworte die Frage des Abg. Loth namens der Landesregierung wie folgt.

Zu 1: Im Rahmen des Umweltsofortprogramms wird auf Vorschlag des Naturerbevereins Vissum eine Maßnahme durch den Unterhaltungsverband Jeetze durchgeführt, deren Ziel es ist, durch Anlage eines Feuchtbiotopes den Wasserhaushalt in einem Erlenwald zu verbessern, Bedingungen für Amphibien usw. zu optimieren und einen Brutplatz für in dem Bereich vorkommende Kraniche zu schaffen. Weitere Brutplätze für Kraniche werden derzeit im Land Sachsen-Anhalt nicht gefördert.

Zu 2: Im Verbandsgebiet des Unterhaltungsverbandes Jeetze gibt es an etlichen Stellen Nachweise für Kranichbrutpaare. Zur Verbesserung der Bedingungen für diese Vogelart wurden an unterschiedlichen Stellen Brutmöglichkeiten geschaffen. Die Anlage der Brutplätze erfolgte durch verschiedene Vorhabenträger wie etwa dem BUND oder als Ausgleich und Ersatz.

Die Voraussetzungen der einzelnen Standorte waren sehr unterschiedlich. Die Kosten für die einzelnen Maßnahmen sind nur schwer untereinander vergleichbar. Ziel des Unterhaltungsverbandes ist es, mit relativ geringem Aufwand und Eingriff in die Natur Synergieeffekte für den Naturhaushalt zu nutzen. Die Maßnahme im Rahmen des Umweltsofortprogramms wurde mit einer Grobkostenschätzung in Höhe von 4 500 € angesetzt.


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Frau Ministerin, der Abg. Loth hat eine Frage.


Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie):

So sieht es aus.


Vizepräsident Willi Mittelstädt:

Herr Loth, Sie haben das Wort.

(Zustimmung  von Daniel Roi, AfD)


Hannes Loth (AfD):

Sehr geehrte Frau Ministerin, ich habe nur noch einmal eine Frage nach einer persönlichen Einschätzung von Ihnen als Umweltministerin, und zwar: Wie bewerten Sie es, wenn ein mit Landesmitteln angelegtes Feuchtbiotop, das auch tatsächlich einem Kranichpaar langjährig als erfolgreicher Brutplatz diente, bewusst und vorsätzlich so beschädigt wird, dass die Kraniche dann am Ende keinen Bruterfolg mehr zu verzeichnen haben?


Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie):

Von welchem Vorfall reden Sie?


Hannes Loth (AfD):

Ich habe das jetzt abstrakt gestellt. Da gibt es aber     Erst einmal abstrakt.

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE: Nur theoretisch! - Dr. Katja Pähle, SPD: Erst einmal theoretisch!)


Prof. Dr. Claudia Dalbert (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie):

Abstrakt finde ich es überaus ärgerlich.

(Heiterkeit bei den GRÜNEN, bei der LINKEN und bei der SPD)