Wolfgang Aldag (GRÜNE):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Meine sehr geehrten Damen und Herren! Fast auf den Tag genau vor einem Jahr haben wir uns hier bereits über einen Antrag der Fraktion DIE LINKE unterhalten. Es ging ebenfalls um das Thema Schulsozialarbeit.

Auch in der letzten Landtagssitzung haben wir uns mit dem Thema befasst und den Antrag „Sofortprogramm 3 mal 200 zur Verbesserung des Schulerfolgs“ in den zuständigen Ausschuss überwiesen, um ihn dort zu diskutieren. Das Thema ist also nicht neu. Vieles dazu wurde schon mehrfach gesagt. Und vieles, was schon mehrfach gesagt wurde, wird durch Wiederholungen nicht wirklich besser.

Nach wie vor ist das Programm „Schulerfolg sichern“ auch für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine wichtige Säule im Bildungssystem in Sachsen-Anhalt. Und nach wie vor hat unser Bundesland einen großen Aufholbedarf, wenn es darum geht, die Quote der Schulabgängerinnen und Schulabgänger in Sachsen-Anhalt ohne einen Abschluss zu senken. Die Zahlen sprechen hier für sich. Damit können wir nicht zufrieden sein.

Mit der Bearbeitung der bereits laufenden Anträge - der Minister hat sie alle genannt - und insbesondere mit der Beschlussfassung zum Aufbau von Multiprofessionalität zeigt die Landesregierung, dass sie die Herausforderungen annimmt, handelt und das Ziel verfolgt, auch über das Jahr 2020 hinaus Schulsozialarbeit sicherzustellen.

Der Aufbau multiprofessioneller Teams ist dabei eines der Hauptanliegen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wir werden uns dazu mit Nachdruck in den weiteren Verlauf der Diskussion einbringen.

Lassen Sie mich ganz kurz auf den Antrag eingehen; denn meine Zeit rennt davon.

Punkt 1 ist unstrittig.

Zu Punkt 2 teilen wir die Intention, haben jedoch Zweifel an der Zahl der zusätzlich zum ESF-Programm geförderten 400 Stellen.

Die Präsenz von Schulsozialarbeit flächendeckend an allen Schulen aller Schulformen in Sachsen-Anhalt zu entwickeln, wie es in Punkt 3 formuliert ist, erscheint mir etwas über das Ziel hinaus geschossen.

In Punkt 4 wiederum sind wir uns einig.

Das ist Inhalt genug, um den Antrag in den zuständigen Bildungsausschuss zu überweisen, um dort die einzelnen Punkte im Zusammenhang mit den bereits laufenden Anträgen zu diskutieren. - Vielen Dank.

(Zustimmung von Sebastian Striegel, GRÜNE)