Stefan Gebhardt (DIE LINKE):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Ich möchte mich zu Beginn herzlich bei Herrn Grube für seinen differenzierten Beitrag und die klaren Worte, die er hier gefunden hat, bedanken, auch dafür, was er dazu beigetragen hat, sich andere Persönlichkeiten in der Hall of Fame genauer anzusehen. So viel Zeit hatte ich nicht, mir die Leute, die sich in der Hall of Fame befinden, anzusehen. Insofern wirklich herzlichen Dank. Anhand Ihres Beitrags ist noch einmal klar geworden, wie konkret auch hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

Herr Stahlknecht und Herr Borchert, der eben für die CDU gesprochen hat, in keinem unserer Anträge, weder im Ursprungsantrag noch im Änderungsantrag, steht irgendetwas davon, dass wir die unabhängige Entscheidung einer Jury infrage stellen. Es gibt mehrere Dinge, die auf anderer Ebene entschieden werden. Das hält uns als Landtag aber nicht davon ab, eine Position dazu zu beziehen.

Wenn Sie sagen, Täve Schur hat es nicht verdient, dass er hier zwischen die Fronten gerät, dann stimme ich Ihnen darin ausdrücklich zu.

(Zuruf von Olaf Meister, GRÜNE)

Wir wollten lediglich - so steht es in unserem Antrag - den von unserem Landessportbund gemachten Vorschlag unterstützen. Wenn man das tut, gerät man zwischen keine Fronten.

Was Täve Schur aber auch nicht verdient hat, ist, dass - damit wiederhole ich mich - Politiker verschiedenster Parteien pünktlich zu Wahlkampfterminen in der Vergangenheit gern bei ihm aufgeschlagen sind,

(Tobias Rausch, AfD: Richtig!)

ihm auf die Schulter geklopft haben und sich gern für Fotos mit ihm haben ablichten lassen. Sich dann aber hinzustellen und keine Position dazu zu beziehen, das ist Heuchelei, und Heuchelei hat er auch nicht verdient.

(Beifall bei der LINKEN)

Ich will nur zum Schluss sagen, dass sich eine Abstimmung über den Änderungsantrag erledigt, weil wir als Fraktion, die den Ursprungsantrag gestellt hat, den Änderungsantrag übernehmen werden.

Ich freue mich darüber, dass es in Magdeburg, wo Täve Schur seine Radsportkarriere begonnen hat, vor einiger Zeit eine überparteiliche Entscheidung des Stadtrates gab, Täve Schur in ihre eigene Walk of Stars - so nennt sich das -, ihre eigene Hall of Fame aufzunehmen, und sich der Stadtrat Magdeburg damit solche Debatten, die hier stattgefunden haben, einfach erspart hat. - Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

(Beifall bei der LINKEN - Zuruf von Andreas Schumann, CDU)