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Dienstag, 17.09.2019

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16:30 Uhr Datum: 17.09.2019

Teilnahme der Landtagspräsidentin an der 26. Beiratssitzung des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz

Festsaal der Staatskanzlei, Hegelstraße 42, 39104 Magdeburg

Plenarsitzung

„Kleiner Pikser“ mit großer Wirkung

Zukünftig sollen alle Kinder gegen Masern geimpft werden. Das will der Gesundheitsminister von Deutschland, Jens Spahn (CDU), und hat deshalb dem Parlament in Berlin einen Gesetzentwurf vorgelegt.

Masern sind eine sehr ansteckende Krankheit, die meistens Kinder bekommen. Aber auch Erwachsene können daran erkranken. Masern verlaufen oft harmlos, sie können allerdings auch schlimme Nebenwirkungen haben. Dann können die Menschen sogar daran sterben. Wer sich gegen Masern impfen lässt, der ist „immun“, das heißt: Er kann die Krankheit nicht mehr bekommen. 

Kleines Mädchen bekommt eine Spritze in den Oberarm und hält sich die Augen zu.
„Kleiner Pikser mit großer Wirkung“: Impfungen bieten einen hohen Schutz vor lebensbedrohlichen Krankheiten. Foto: sergio51143/fotolia.com

Normalerweise werden Kinder bereits im Kindergarten und in der Schule gegen Masern geimpft. In den letzten Jahren gibt es aber immer mehr Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen. Manche, weil sie es einfach vergessen. Andere, weil sie denken: Impfungen sind schädlich und nicht gut für den Körper. Für sie ist es besser, wenn Kinder die Krankheit durchleiden und der Körper seine eigenen Heilungskräfte nutzt.

Der Gesundheitsminister  und viele anderen Menschen in Deutschland finden das nicht gut und denken: Es ist besser, wenn alle Kinder geimpft sind. Darum soll es jetzt eine einheitliche Regelung in Deutschland geben.

  • Wie soll die Impfpflicht aussehen?

    • Sie gilt für Kinder und Betreuer in Kitas und Schulen.
    • Sie gilt für Personal in Krankenhäusern und Arztpraxen.
    • Wer sich nicht daran hält, muss eine Geldstrafe bis 2.500 Euro zahlen.
    • Ein nicht geimpftes Kind kann vom Besuch in der Kita ausgeschlossen werden.
    • Alle Ärzte (außer Zahnärzte) können impfen.
    • Ein digitaler Impfausweis soll alle Impfungen dokumentieren und daran erinnern, wenn eine Auffrischung nötig ist.

Der Landtag von Sachsen-Anhalt unterstützt die Idee des Gesundheitsministers. Die Abgeordneten von CDU, SPD, GRÜNEN und LINKEN haben deshalb einen gemeinsamen Antrag beschlossen. Sie sind überzeugt: Es kann keinen ausreichenden Schutz ohne Impfung geben. Und schon wenige Menschen, die sich nicht impfen lassen, können großen Schaden anrichten. Auch Erwachsene sollen ermutigt werden, ihren Impfausweis zu kontrollieren. Außerdem wollen alle noch mehr Informationen und Hinweise zum Impfen.

Die AfD-Fraktion findet Impfen auch sehr wichtig. Sie denken aber, dass eine Impfpflicht derzeit nicht nötig ist. Denn in Sachsen-Anhalt liegt die Quote der geimpften Personen bei mehr als 90 Prozent.