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Dienstag, 27.10.2020

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11:00 Uhr Datum: 27.10.2020

Grußwort der Landtagspräsidentin zur Ehrungsveranstaltung "Beste Schülerin in der Alten- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Generalistik des Bundeslandes Sachsen-Anhalt" sowie Überreichung der Urkunde

Pfeiffersche Stiftungen, Diakonie Mutterhaus, Pfeifferstraße 10, 39114 Magdeburg

Plenarsitzung

Landtagspräsidentin gedenkt in Halle (Saale)

Genau ein Jahr nach der antisemitisch und rassistisch motivierten Terrortat in Halle (Saale) gedenkt das Land Sachsen-Anhalt am 9. Oktober 2020 mit verschiedenen Veranstaltungen in Halle der Opfer und Betroffenen. In Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird Sachsen-Anhalts Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch dabei Gedenkworte anlässlich der Enthüllung einer Gedenktafel und einer Kranzniederlegung vor der Synagoge Halle sprechen.

Das Foto zeigt ein Zitat von Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch. Es lautet: „Antisemitismus ist für jüdische Bürgerinnen und Bürger in Deutschland eine alltägliche und potenziell tödliche Gefahr. – Treten wir den unübersehbaren Zeichen des Antisemitismus und des Rassismus überall dort entgegen, wo wir sie im Alltag wahrnehmen. Helfen wir all jenen, die verbal oder tätlich angegriffen werden. Schützen wir wirksam jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt!“
Gedenkworte von Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch. Foto: Stefan Müller

Brakebusch ruft dabei eindringlich zum Schutz jüdischen Lebens in unserem Land auf. Neben Präsidentin Brakebusch wird der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster sprechen. Nach der Kranzniederlegung vor der Synagoge begeben sich der Bundespräsident, die Landtagspräsidentin, der Ministerpräsident  und die weiteren Gäste zum zweiten Anschlagort, dem Restaurant Kiez-Döner. Auch dort wird eine Gedenkplatte zur Erinnerung an die Terroropfer enthüllt werden. Anschließend findet die zentrale Gedenkveranstaltung in der Konzerthalle Ulrichskirche in Halle statt. Die Gedenkrede wird Bundespräsident Steinmeier halten.

Hintergrund des Gedenkens

Vor genau einem Jahr (9. Oktober 2019), an Jom Kippur – dem jüdischen Fest der Versöhnung –, hatte ein antisemitischer und rassistischer Attentäter versucht, mit Gewalt in die Synagoge in Halle (Saale) einzudringen. Seine erklärte Absicht war es, die im Gebet versammelten Gemeindemitglieder und ihre Gäste zu ermorden. Nur eine Holztür hatte den Attentäter daran gehindert, seinen mörderischen Plan auch in die Tat umzusetzen. Diese simple Tür aus Eichenholz rettete 51 Menschen in der Synagoge das Leben.

Das geplante Massaker misslang. Aber dennoch starben zwei unbeteiligte Hallenser durch Schüsse des Täters – eine Frau direkt an der Synagoge, ein junger Mann in einem Döner-Imbiss; weitere Menschen wurden während seiner Flucht bedroht und verletzt.

Attentat ist Thema während der Landtagssitzung

In der letzten Sitzung des Ältestenrats am 8. Oktober 2020 haben sich die Fraktionen verständigt, in der 53. Sitzungsperiode des Landtags von Sachsen-Anhalt eine Vereinbarte Debatte zum Thema „Ein Jahr nach Halle – erinnern und handeln!“ durchzuführen. Hintergrund ist der erste Jahrestag des antisemitisch und rassistisch motivierten Terrorakts gegen die jüdische Gemeinde in Halle (Saale) und Menschen mit Migrationshintergrund in der Saalestadt. Die Debatte wird am Donnerstag, 15. Oktober 2020, ab 9 Uhr geführt und kann im Livestream mitverfolgt werden.

Stilles Gedenken im Ausschuss