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Plenarsitzung

Verwirrt? Ein Wahl-Abc für jedermann!

Die Sprache der Politik ist nicht immer leicht zu verstehen. Deshalb erklären wir in unserem Wahllexikon die wichtigsten Begriffe.

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Direktmandat

Das Direktmandat wird vom Wähler an einen Bewerber in dessen Wahlkreis vergeben. Das Mandat geht immer an den Kandidaten, der im Wahlkreis die meisten Erststimmen bekommen hat. Er ist automatisch gewählt, unabhängig vom Abschneiden seiner Partei. Im sachsen-anhaltischen Landtag gibt es in der 7. Wahlperiode 43 direkt aus den Wahlkreisen gewählte Abgeordnete.

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Diskontinuität

Durch Neuwahlen ergeht ein neuer Wählerauftrag, es entstehen unter Umständen andere Mehrheiten. Alle Vorlagen, die das alte Parlament bis zum Ende seiner Legislaturperiode nicht abgearbeitet hat, müssen nach der Wahl neu eingebracht werden. Der Sinn dieser Regelung besteht darin, neugewählte Abgeordnete nicht an die Entscheidungen ihrer Vorgänger zu binden. Ausnahmen zu diesem Grundsatz bilden lediglich Volksinitiativen, Volksbegehren, Petitionen, Haushaltsrechnungen und Anträge der Landesregierung auf Entlastung.

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D‘Hondt‘sches Verfahren

Das Höchstzahl-Verfahren zur Errechnung der Abgeordnetensitze bei der Verhältniswahl geht auf den Belgier Victor D‘Hondt zurück und wird deshalb auch als D‘Hondt‘sches Verfahren bezeichnet. Alle nach Abzug der Direktmandate verbleibenden Sitze werden auf Basis der Zweitstimmenverteilung auf die Landeslisten verteilt. Die von den einzelnen Parteien erreichten Zweitstimmen werden nacheinander durch 1, 2, 3 usw. geteilt. Auf die sich jeweils ergebenden höchsten Ergebnisse (Höchstzahlen) wird jeweils ein Mandat vergeben, bis alle Mandate vergeben sind.