Worterteilung gemäß § 61 (1a) GO.LT

Bevor wir in eine Mittagspause eintreten, erteile ich Frau von Angern als Fraktionsvorsitzende das Wort. - Sie haben das Wort.


Eva von Angern (DIE LINKE):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Meine Damen und Herren Abgeordneten! Wir waren gestern zum Tagesordnungspunkt 31 - Soziale Spaltung durch Lehrkräftemangel konsequent entgegentreten! - Augen- und Ohrenzeugen einer leidenschaftlichen Kurzintervention meines Kollegen Hendrik Lange. Er hat Sie, Herr Minister Tullner, sicherlich ganz massiv fachlich angegriffen, weil Sie versucht haben, sich aus der politischen Verantwortung für die Misere beim Lehrerpersonal zu stehlen.

(Zuruf)

Kollege Lange war leidenschaftlich, sehr leidenschaftlich; und dass man darauf leidenschaftlich reagiert, verstehe ich. Dass Sie meinen Kollegen Lange hier aber öffentlich persönlich herabwürdigen, ist inakzeptabel. Sie haben gemeint, der Landtag sei für manche der Ort für die Vergewisserung ihrer sozialen und psychologischen Defizite.

(Zuruf)

So etwas gehört sich generell nicht und das so etwas gehört sich schon gar nicht für ein Mitglied dieser Landesregierung.

(Beifall)

Weil es respektlos gegenüber einem Mitglied des Landtages war, ist es auch respektlos gegenüber den durch ihn vertretenen Wählerinnen und Wählern. Das ist nicht die erste Respektlosigkeit von Ihnen in diesem Saal.

Sie haben in Ihrer Reaktion auf Herrn Kollegen Lange auch von Demut - das war sicherlich eher zynisch gemeint - gesprochen. Dazu fällt mir ein: Demut ist die Schwerkraft, die dafür sorgt, dass man auf dem Teppich bleibt. Demut ist ein Charakterzug, der Macht besonnen einsetzt. - Bitte mäßigen Sie sich, Herr Minister!

(Beifall)