Wolfgang Aldag (GRÜNE):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Ich möchte noch kurz auf ein paar Punkte eingehen, zunächst auf den Redebeitrag von Frau Kleemann. Vielen Dank für Ihren Beitrag, er war sehr wertschätzend. Ich kann das auch an die anderen Kolleginnen und Kollegen, mit Ausnahme von Herrn Moldenhauer, durchaus so weitergeben.

Wir sind unterschiedlicher Meinung darüber, wie wir den Weg gehen wollen, aber wir können in den Debatten immer sehr wertschätzend und auch einmal mit einem Augenzwinkern miteinander umgehen. Das hat mir die letzten fünf Jahre sehr gutgetan. Ich fand es gut, dass wir trotz unterschiedlicher Meinung ganz gut miteinander ausgekommen sind und uns trotzdem immer wertschätzend - auch hier vorn am Pult - die Dinge gegenseitig um die Ohren gehauen haben. Vielen Dank dafür.

(Zustimmung bei den GRÜNEN)

Herr Lange, Sie haben tatsächlich einen Punkt gemacht. Im Jahr 2015 hätten wir auch schon beitreten können. Das ist mir auch aufgefallen. Jetzt machen wir es.

(Zuruf von Hendrik Lange, Die Linke)

Das ist vielleicht meinem derzeitigen fokussierten Blick auf Baden-Württemberg geschuldet, wo die GRÜNEN und die CDU seit vielen Jahren eine hervorragende Arbeit leisten. Diesbezüglich haben wir besonders geschaut, was sie dort gut machen.

Frau Tarricone, ich habe in Ihrem Beitrag einen Widerspruch gesehen. Sie haben angemahnt, dass die Under2 Coalition ein kleinräumiger Einsatz wäre. Gleichzeitig haben Sie aber gelobt, was im ZuKK-Prozess geschaffen wurde. Das ist gerade dieser kleinräumige Ansatz, den wir hier in Sachsen-Anhalt gemacht haben. Die Under2 Coalition ist ein Netzwerk von Bundesländern und Regionen. Von daher habe ich es nicht ganz verstanden, dass Sie das eine loben und das andere nicht prickelnd finden.

Vielleicht zum Schluss: Frau Ministerin hatte - sie ist nicht mehr da - am Anfang gefragt, wieso wir das jetzt einbringen. Wir haben natürlich die Debatte zum Klimaschutz verfolgt. Wir haben ein eigenes Klimaschutzgesetz eingebracht. Wir haben noch einen Antrag zum Klimaschutzgesetz im Ausschuss, und zwar seit vielen Monaten bzw. Jahren. Damit geht es nicht so richtig voran. In den Debatten zum Klimaschutzgesetz wurde immer wieder gesagt: Wir können das nicht allein machen, wir müssen doch mit anderen zusammenarbeiten.

Dieser Antrag war jetzt tatsächlich der Versuch, darauf abzuzielen und zu sagen: Wenn wir doch so gut sind, wenn wir so tolle Sachen machen - das ist ja unbestritten, wir sind auf einem guten Weg  , dann können wir doch dieses Wissen auch in diesen Netzwerken weitergeben und von diesen Netzwerken profitieren. Frau Kleemann hat es treffenderweise noch einmal erwähnt. Es ist doch ein Gutes, wenn wir mit anderen am Tisch sitzen und das, was wir gut hier in Sachsen-Anhalt machen, auch weitergeben.

Wenn wir doch so gut sind, wie Sie das erwähnt haben, und wenn der ZuKK-Prozess so gut ist, dann verstehe ich eines nicht: Wieso schafft die Koalition es nicht, einen großartigen Alternativantrag auf den Weg zu bringen, um hier unserem Antrag etwas entgegenzusetzen.

(Zustimmung von Dorothea Frederking, GRÜNE)

Es ist ein kleines Armutszeugnis, den Antrag jetzt zu überweisen. Wir haben noch eine Sitzung, die Tagesordnung ist voll. Wir werden den Antrag dort nicht beraten, und es wird nicht so kommen. Ein guter Alternativantrag wäre die richtige Reaktion einer guten Deutschland-Koalition gewesen. - Herzlichen Dank.

(Beifall bei den GRÜNEN)