Eva von Angern (Die Linke):
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Es gibt tatsächlich einen Punkt, auf den ich gern an dieser Stelle noch einmal eingehen möchte, und zwar ist das der Wahlkampfvorwurf, den ich von Herrn Krull bekommen habe. - Herr Krull, natürlich bin ich im Wahlkampf. Wenn ich sage, dass ich das schon seit vier Jahren bin, weiß vor allem meine Fraktion, was ich damit meine.
(Beifall bei der Linken)
Wenn wir es in einer Aktuellen Debatte schaffen, pointiert klare Botschaften zu Themen, die Die Linke bewegt, hier rüberzubringen, dann haben wir alles richtig gemacht. Ehrlicherweise geht es uns darum, immer wieder deutlich zu machen, dass der Mensch und nicht das Geld bzw. das Kapital im Mittelpunkt unserer Politik steht,
(Beifall bei der Linken - Zuruf: Bei Ihnen steht doch das Kapital von Marx im Mittelpunkt!)
dass wir uns für die Interessen der Ostdeutschen und für soziale Gerechtigkeit einsetzen. Das Thema Rente ist dabei prädestiniert, um genau das deutlich zu machen.
Ich will Ihnen aber auch etwas sagen: Sie und Ihre Kandidierenden und auch der Spitzenkandidat reisen gerade durchs Land und erklären, dass Sie 41 Wahlkreise gewinnen wollen,
(Tim Teßmann, CDU: Und das ohne euch!)
dass Sie den Abstand zu einer als rechtsextrem gesicherten Partei von 15 Prozentpunkten noch aufholen wollen. Und dann werfen Sie mir vor, dass ich Wahlkampf mache. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie endlich in den Wahlkampfmodus umschalten.
(Beifall bei der Linken - Lachen bei der AfD)
Ihr Generalsekretär hat es mitgeteilt. Sie sollen jeden Tag nutzen. Jeder Tag zählt. Deswegen steigen Sie doch bitte endlich einmal aus dem Wahlkampfschlafwagen. Sie haben hier etwas zu verteidigen.
(Ulrich Siegmund, AfD: Euer neuer Koalitionspartner! Hört darauf!)
Wir haben etwas zu verteidigen. Ich sage das ganz deutlich. Es gibt so viele schöne Dinge in Sachsen-Anhalt und diese Heimat, unsere Heimat, ist für alle da. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, damit die hier nicht das Ruder übernehmen.