Tagesordnungspunkt 25
Zweite Beratung
Neue Modelle der Lehrkräftebildung auf den Weg bringen!
Antrag Fraktion Die Linke - Drs. 8/6140
Beschlussempfehlung Ausschuss für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt - Drs. 8/6943
(Erste Beratung in der 103. Sitzung des Landtages am 17.12.2025)
Die Berichterstatterin ist Frau Dr. Pähle. Sie hat nunmehr das Wort.
Dr. Katja Pähle (Berichterstatterin):
Vielen Dank, Herr Präsident. - An dieser Stelle ist das eine Premiere für mich.
Vizepräsident Wulf Gallert:
Ja.
Dr. Katja Pähle (SPD):
Ich habe noch nie Berichterstattung geleistet, trotz dritter Legislaturperiode.
(Zuruf von Andreas Schumann, CDU - Marco Tullner, CDU: Toi, toi, toi!)
Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Landtag hat den Antrag der Fraktion Die Linke in der Drs. 8/6140 in der 103. Sitzung am 17. Dezember 2025 zur federführenden Beratung in den Ausschuss für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt und zur Mitberatung in den Ausschuss für Bildung überwiesen.
Die Fraktion Die Linke möchte mit ihrem Antrag eine zeitnahe Umsetzung der in der Anlage „Lehrkräftebildung“ zu den Zielvereinbarungen 2025 bis 2029 mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vereinbarten Einrichtung eines Studienangebots für eine generalisierte Studieneingangsphase für das Lehramt für Sekundarschule und Gymnasium und die Einrichtung eines Modellstudiengangs Lehramt Grundschule mit Förderschwerpunkt. Sie fordert, dass das Studienangebot der generalisierten Studieneingangsphase mit 30 Studienplätzen im ersten Fachsemester und das Studienangebot für ein Lehramt Grundschule mit Förderschwerpunkt mit 75 Studienplätzen im ersten Fachsemester beginnen und bei erfolgreicher Implementierung schrittweise weiter ausgebaut werden sollen. In Abstimmung mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg soll ein Beginn zum Wintersemester 2027, spätestens 2028 angestrebt werden.
Der federführende Ausschuss für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt hat sich in der 51. Sitzung am 11. Februar 2026 zum Verfahren verständigt. Dem Vorschlag der antragstellenden Fraktion zur Durchführung eines Fachgesprächs wurde dabei unter Berücksichtigung des nahen Endes der Legislaturperiode nicht gefolgt. Für die Folgesitzung wurde die Entgegennahme eines Berichts der Landesregierung vereinbart.
Wie vorgesehen, fand in der 52. Sitzung des federführenden Ausschusses am 18. März 2026 die nächste Befassung mit dem Antrag statt. Ein Entwurf für eine Beschlussempfehlung der Koalitionsfraktionen lag hierzu in Vorlage 1 vor. Die Landesregierung führte in der Sitzung aus, dass die Umsetzung der Modellvorhaben zur Erweiterung der Lehramtsausbildung bereits in der im Antrag erwähnten Anlage „Lehrkräftebildung“ zu den Zielvereinbarungen 2025 bis 2029 festgehalten sind und dass bereits aktiv an der konzeptionellen Umsetzung gearbeitet werde. Es sei vorgesehen, die Umsetzung schrittweise zum Wintersemester 2027/2028 zu beginnen.
Der Beschlussvorschlag der Koalitionsfraktionen bekräftigte die Zielstellung, alle Möglichkeiten zur besseren Unterrichtsversorgung und zur Gewinnung neuer Lehrkräfte auszuschöpfen. Deshalb solle die Landesregierung gebeten werden, zeitnah die zwei Modellversuche auf den Weg zu bringen. Dem Beschlussvorschlag wurde mit 10 : 0 : 0 Stimmen zugestimmt und er wurde als vorläufige Beschlussempfehlung dem mitberatenden Ausschuss für Bildung zugeleitet.
Dieser befasste sich in der Sitzung am 9. April 2026 mit dem Antrag und der vorläufigen Beschlussempfehlung des federführenden Ausschusses. Zur Beratung lag ein Änderungsantrag der Fraktion Die Linke vor, welcher mit 4 : 7 : 0 Stimmen abgelehnt wurde. Der Ausschuss für Bildung schloss sich der vorläufigen Beschlussempfehlung des federführenden Wissenschaftsausschusses sodann mit 10 : 0 : 1 Stimmen an.
Am 6. Mai 2026 fand im Ausschuss für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt die abschließende Beratung statt. Im Ergebnis dieser Beratung wurde der Antrag in der Fassung der vorläufigen Beschlussempfehlung zur Abstimmung gestellt. Die Ihnen in der Drs. 8/6943 vorliegende Beschlussempfehlung wurde vom Ausschuss einstimmig verabschiedet. Im Namen des Ausschusses für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt bitte ich das Hohe Haus um Zustimmung zu dieser Beschlussempfehlung. - Herzlichen Dank.