Holger Hövelmann (SPD):

Vielen herzlichen Dank, Herr Präsident. - Mehr Investitionen, mehr Bauen - so einfach könnte man die Formel bezeichnen, mit der zahlreiche Probleme bei uns in Deutschland angegangen werden sollen. Egal ob es um Wohnungsmangel, um Investitionen in Schulen und Krankenhäuser oder um einen klima- und verkehrsgerechten Stadtumbau geht, der Bauwirtschaft kommt eine tragende Rolle zu. Am Anfang eines jeden Bauvorhabens muss jedoch jemand stehen, der die Idee zu Papier bringt, mithin der Berufsstand der Architekten.

Der vorliegende Gesetzentwurf, meine sehr verehrten Damen und Herren, trägt den Veränderungen in diesem Berufsstand Rechnung. Die Erstellung von Baukonstruktions- und Raumplänen unterliegt heute anderen Anforderungen als früher. Umweltschutz, Barrierefreiheit und lokale Energieversorgung haben an Bedeutung gewonnen. Die bisher starren Aufgabenbeschreibungen im Gesetz haben das längst nicht mehr abgebildet.

Auf die vielen die inneren Angelegenheiten den Berufsstand betreffenden Regelungen will ich nicht näher eingehen. Minister Richter hat sie im Detail erläutert. Auch darüber lässt sich am besten in den weiteren Beratungen im Ausschuss diskutieren.

Hervorheben möchte ich aber, dass im Ausland erworbene Berufsabschlüsse zukünftig einfacher anerkannt werden sollen. Die Architektur ist ein international ausgerichtetes Fachgebiet. Sie lebt vom Erfahrungsaustausch über die Bauweisen in verschiedenen Ländern. Wo bauliche Probleme in einer Region bestehen, gibt es in anderen Regionen vielleicht schon passende Lösungen. Mit der Gesetzesänderung können wir diesen Erfahrungsaustausch befördern.

Ich bitte daher den Landtag um die Überweisung des Gesetzentwurfes zur federführenden Beratung an den Wirtschaftsausschuss und zur Mitberatung an die Ausschüsse für Infrastruktur und Soziales. - Herzlichen Dank.