Andreas Silbersack (FDP):

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich bin den GRÜNEN tatsächlich dankbar für diesen Antrag, da er ein durchaus wichtiges Thema aufgreift, über das wir hier beraten sollten. Viele Dinge wurden schon gesagt. Ich möchte auf ein bestimmtes Thema hinweisen, das für uns im Landtag Sachsen-Anhalt besonders wichtig ist.

Gerade in ländlichen Regionen haben wir die Situation, dass es nur noch halb so viele Frauen wie Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren gibt. Wir müssen uns tatsächlich Gedanken darüber machen, wie wir es eigentlich schaffen, junge Frauen, egal ob angestellt oder selbstständig, dazu zu motivieren, hier im Lande zu bleiben. Insofern begrüße ich jede Initiative, die sich darum kümmert, dass junge Frauen vor Ort, in den ländlichen Regionen, und eben im Land Sachsen-Anhalt bleiben. Ich glaube, das ist ein wichtiges Thema.

Zu der Frage, wie man das am besten angeht. Es ist natürlich zutreffend   das wurde vom Kollegen Pott schon gesagt  , dass es die private und die freiwillige Krankenversicherung gibt. Aber darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Gleichstellung, der Gleichstellung einer Frau, die, wenn sie angestellt ist und in den Mutterschutz geht, sozusagen keine zusätzlichen Belastungen hat   nehmen wir einmal an, sie ist auch alleinstehend  , mit einer Frau, die selbstständig ist. Die zusätzlichen monatlichen Lasten zu tragen ist eine Regelung, die sicherlich auf der Bundesebene betrachtet werden muss. Das halte ich auf der Ebene für sinnvoller. Bei uns können wir das, glaube ich, nicht regeln. Aber allein die heutige politische Initiative, dass man sagt, man befasst sich mit diesem Thema, bzw. dass man sich auf den Weg macht, ein im Land Sachsen-Anhalt tatsächlich vorhandenes Problem zu fokussieren, ist, glaube ich, das Entscheidende.

Ich möchte an dieser Stelle auch ausdrücklich Danke sagen all denjenigen jungen Frauen, die sich selbstständig machen. Der Kollege Hövelmann hat es, glaube ich, vorhin gesagt: Es ist nicht einfach. Es ist nicht einfach, alles unter einen Hut zu bekommen. Insofern gilt unser höchster Respekt den Frauen, die sich in jungen Jahren selbstständig machen, egal in welchen Bereichen, als Soloselbstständige, als Unternehmerin, wie auch immer. Unsere Aufgabe als Politik ist es, dies zu unterstützen. Wir als Liberale sind diesbezüglich dabei und unterstützen den Alternativantrag. - Vielen Dank.

(Beifall bei der FDP)