Petra Grimm-Benne (Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung):
Herzlichen Dank, Herr Präsident. - Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Die psychische Gesundheit entscheidet darüber, ob Kinder und Jugendliche gut lernen können, ob sie stabile Beziehungen aufbauen können und ob sie ihren Weg in Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe finden. Für Sachsen-Anhalt liegt eine aktuelle Kinder- und Jugendgesundheitsstudie aus dem Jahr 2022 vor, die eine deutliche Zunahme psychosomatischer Beschwerden wie Gereiztheit, Einschlafprobleme, Nervosität und Niedergeschlagenheit zeigt.
Aus der Studie wird deutlich, dass die Häufigkeit psychosomatischer Beschwerden signifikant anstieg. Mehr als 32 % der Schülerinnen und Schüler leiden regelmäßig unter Einschlafproblemen. Bedeutend ist ebenso die Häufigkeit von angststörungsbezogenen Symptomen mit knapp einem Viertel der Schülerinnen und Schüler. Besonders vulnerabel sind dabei Mädchen, die deutlich häufiger von schlechter psychischer Gesundheit berichten als Jungen.
Zudem möchte ich die Gesundheitsberichterstattung des Landes - kurz GBE- erwähnen. Das Landesamt für Verbraucherschutz ist beauftragt worden, die Daten der verpflichtenden Schuleingangsuntersuchungen jährlich auszuwerten. Über diese Punkte und die zentralen Bausteine bei der Prävention und der frühen Förderung können wir in dem entsprechenden Ausschuss diskutieren. Dort können wir uns zudem mit der aktuellen Studie befassen.
Ich will erwähnen, dass die psychische Gesundheit Teil des Prozesses im Zusammenhang mit den Gesundheitszielen ist. Ich bin sicher, dass die Kolleginnen und Kollegen aus dem Landesamt darüber berichten werden. Deswegen will ich jetzt auch abkürzen und gebe die Diskussion an den Ausschuss. - Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.
(Beifall bei der SPD)
Vizepräsident Wulf Gallert:
Danke. Die Redezeit war vorbildlich, um das zu wiederholen.