Andreas Silbersack (FDP):

Es ist eine weitere Frage zum Sport.

(Olaf Meister, GRÜNE, lacht)

Diesmal betrifft es aber den Sommersport. Wir haben gelesen, dass es erhebliche Schwierigkeiten in der Dachkonstruktion der Elbe-Schwimmhalle gibt und daher unsere Spitzengruppe im Schwimmen in der Elbe-Schwimmhalle nicht so trainieren kann, wie sie das möchte. Sie weicht aus nach Diesdorf. Das ist natürlich mit erheblichen zusätzlichen Fahrzeiten verbunden.

Mich interessiert die Frage, wie es diesbezüglich aussieht. Wann können die optimalen Zustände wiederhergestellt werden? Was bedeutet der derzeitige Zustand für die Gruppe um Bernd Berkhahn?

Im Anschluss habe ich gleich die Frage, wie es eigentlich mit unserem Schwimmzentrum aussieht, um das wir uns bemühen bzw. bereits bemüht haben. - Danke.


Präsident Dr. Gunnar Schellenberger:

Danke. - Die viel gefragte Ministerin, bitte; Frau Zieschang.


Dr. Tamara Zieschang (Ministerin für Inneres und Sport):

Das Schöne ist, Herr Präsident, das gibt mir die Möglichkeit, noch einen kleinen Nachschlag zu den Olympischen Spielen zu machen. Denn nach den Olympischen Spielen ist vor den Paralympischen Spielen. Deswegen wünsche ich von hier aus Andrea Eskau erfolgreiche, gute Paralympische Spiele.

(Zustimmung bei der CDU, bei der Linken, bei der SPD, bei der FDP und bei den GRÜNEN)

Jetzt sind wir beim Ganzjahressport - das ist Schwimmen - und der berechtigten Frage, die mich auch umtreibt, nämlich wie es um den Bundesstützpunkt bestellt ist und wo die Landes- und Bundeskader im Augenblick trainieren können, weil die Elbe-Schwimmhalle zumindest mit Blick auf das große Becken, aber nicht für andere Teilbereiche, im Augenblick gesperrt ist. Sowohl der Strömungskanal als auch der Kraftraum und auch das kleine Becken können im Augenblick unverändert vom Landes- und vom Bundeskader genutzt werden. Ansonsten wird im Augenblick in der Diesdorfer Schwimmhalle trainiert, und das - so möchte ich es formulieren - zu annähernd gleichen Trainingszeiten und insofern ohne größere Abstriche. Wenn ich es richtig weiß nach meinem letzten „WhatsApp“-Austausch mit Bernd Berkhahn, sind die Bundeskader demnächst wieder im Höhentraining, und das machen sie sowieso im Ausland.

Aber trotzdem müssen wir - das ist der Kern Ihrer Frage - sehr genau hingucken, wie die Trainingsmöglichkeiten sind, weil es unser Anspruch ist, dass die Athleten, die hier in Sachsen-Anhalt trainieren, sehr gute Bedingungen haben. Diese sind im Augenblick nicht so ganz optimal; das waren sie aber vorher in der Elbe-Schwimmhalle auch nicht, weswegen wir uns auch für das Nationale Schwimmzentrum stark machen.

Für die Diskussion, die es darüber gibt, ob der Bundesstützpunkt vom Status her gefährdet sei, liegen mir keine Anhaltspunkte vor, weil es so ist, wie es immer ist: Der Deutsche Schwimmverband hat den Bundesstützpunkt bis Ende 2028 bestätigt. Insofern wird daran auch gar nicht gerüttelt.

Wir müssen nur zusehen, dass wir dann, wenn es die neue Entscheidung gibt, auch klar sagen können, wohin die Reise geht und wie die Trainingsbedingungen im Einzelnen sind. Umso wichtiger ist, dass wir dann sagen können, wie weit wir mit dem Nationalen Schwimmzentrum sind und dass wir in der Umsetzung Druck machen. Das tun wir.

Ich kann sagen, dass mir Frau Staatsministerin Schenderlein Mitte Februar geschrieben und noch einmal bestätigt hat, dass das Nationale Schwimmzentrum in Magdeburg in die Bewilligungsplanung des Bundes für die Jahre 2026 fortfolgende aufgenommen worden ist. Daraus sehen Sie auch schon den Zeitplan, den wir gemeinsam mit dem Bund verabredet haben: Wir wollen im Juni die Antragstellung beim Bund machen, damit wir noch in diesem Jahr den Bescheid vonseiten des Bundes bekommen.

Um das Ganze zu koordinieren und abzustimmen, ist Anfang Januar auf meine Bitte eine Arbeitsgruppe unter Leitung des MI eingesetzt worden, die mindestens schon zwei Mal getagt hat. Darin sitzen die Landeshauptstadt Magdeburg, die Investitionsbank als Bewilligungsbehörde, der Olympiastützpunkt und Bernd Berkhahn für den Deutschen Schwimmverband, damit wir die Anliegen und Anregungen direkt mit aufnehmen.

Als Nächstes wollten wir uns erst einmal intern abstimmen, um dann im März ein Koordinierungsgespräch mit dem Bund zu machen, um dann die Feinheiten der Antragstellung zu beraten. Das Vergabeverfahren für die Planungsleistung, das die Stadt Magdeburg schon im letzten Jahr begonnen hat, ist auch in den letzten Zügen. Die Vergabe ist schon erfolgt, aber die Zuschlagserteilung noch nicht. Auch das ist in den letzten Zügen, sodass ich im Augenblick sagen kann, dass wir einen klar besprochenen Zeitplan mit dem Bund haben. Im Augenblick sind wir voll und ganz im Zeitplan.