Dr. Katja Pähle (SPD):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Das, was wir hier gerade erlebt haben, ist ein absolutes Schaustück gewesen von Tarnen, Täuschen, Tricksen, Ablenken,

(Beifall bei der SPD, bei der CDU, bei der Linken, bei der FDP und bei den GRÜNEN - Zurufe von der AfD)

Unzusammenhängende Dinge gleichzeitig in einen Kontext stellen, den es nicht gibt,

(Zuruf von der AfD: Ach!)

und zwar mit dem einzigen Ziel, die Debatte nicht, wie Herr Kollege Tullner es gesagt hat, einmal auf sich selbst wirken zu lassen als AfD und sich selbst zu hinterfragen,

(Zuruf von der AfD: Mauerblümchen sind wir gegen Sie!)

sondern tatsächlich in den absoluten Angriffsmodus zu gehen. Werte Kolleginnen und Kollegen! Das sage ich an der Stelle auch: Auch die Wählerinnen und Wähler sollen sich genau anschauen, worum es in diesem Fall bei der AfD geht. Kein Abgeordneter in diesem Landtag und auch keine Fraktion hat     Übrigens, was die Beschäftigungsverhältnisse in Ihrer Fraktion betrifft, Herr Kirchner, wäre ich an Ihrer Stelle sehr, sehr vorsichtig.

(Oliver Kirchner, AfD: Nein!)

Welche Damen mit welchen Abgeordneten privat verbandelt und verheiratet sind,

(Zurufe von der AfD)

sodass sie beschäftigt sind, von der Warte her lassen Sie diese Spiele der Ablenkung. Ich möchte für meine Fraktion und übrigens auch für die SPD hier im Land sagen: Natürlich sind an entscheidenden Posten Sozialdemokraten in unserem Sinne beschäftigt. Was für eine Überraschung!

(Zurufe von der AfD)

Komischerweise lernen Sozialdemokraten auch andere Sozialdemokraten in der Partei kennen. Auch das ist keine Überraschung.

(Zuruf von der AfD: Ah!)

Ich bin mir sicher, dass es in allen Parteien gelegentlich passiert. Der Unterschied zwischen Ihnen und anderen besteht nur darin, dass wir nicht versuchen, unsere Familienmitglieder in strukturierten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen unterzubringen,

(Zustimmung bei der SPD, bei der Linken und bei den GRÜNEN - Zuruf von der AfD: Wir auch nicht!)

dass wir nicht versuchen, über Bundes- und lokale Ebenen unsere eigenen Wahlkreisbüros zu Vorfeldorganisationen der Partei aufzubauen, indem wir bspw. 16 Mitarbeiter in Bürgerversammlungen schicken. Das macht den gravierenden Unterschied aus. Ich sage Ihnen deutlich: Für alle Mitarbeiter meiner Fraktion lege ich, was ihre Qualifikation angeht, meine Hand ins Feuer. Und ich tue das auch für die Staatssekretärin in unserem Ministerium. Denn den Beschluss, sie in dieses Ministerium zu setzen, hat die Partei gefasst und nicht die Ministerinnen und Minister. Es ist eine Parteientscheidung. Wie gesagt: Bei uns finden Sie diese familiären Verflechtungen, auch wenn Sie so tun, nicht. - Herzlichen Dank.