Daniel Wald (AfD):
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Abgeordnete! Ich muss die Antragsteller einmal so direkt fragen: Wie kommen Sie darauf, dass ausgerechnet Sie als Linke in irgendeiner Weise dazu qualifiziert sind, dieses Problem anzugehen?
(Lachen - Zuruf: Ja!)
Der ganze Kern Ihrer Emanzipationspolitik ist doch gerade, die Menschen aus den Zusammenhängen zu entwurzeln, die ihnen Halt geben. Ein Vater, der sich um das Auskommen seiner Frau und Kinder kümmert - toxisches Patriarchat, Schützenverein - Militarismus, bündische Pfadfindertruppe - quasi Protofaschismus. Ausgerechnet Sie wollen die Einsamkeitsepidemie beenden? - Gut. Hören Sie auf, die Familie als Keimzelle des Faschismus anzugreifen.
(Beifall - Zurufe: Jawohl!)
Unterstützen Sie junge Paare beim Kinderkriegen, anstatt die Geschlechter unter dem Deckmantel des Feminismus gegeneinander aufzuhetzen.
(Beifall - Zurufe: Jawohl!)
Hören Sie auf, gewachsene Identitäten mit Ihrem Genderschwachsinn zu zerstören.
Wissen Sie was? Gehen Sie einmal zum Feuerwehrfest, essen Sie einmal eine Bratwurst mit den Leuten und fragen Sie diese nach ihrer Meinung zu Arbeitskreisen. Geholfen ist mit solchen Quasselrunden am Ende niemandem, außer dem sehr kleinen, sehr kinderlosen und sehr verwirrten urbanen Milieu, für das Sie seit Jahren schamlose Interessenpolitik betreiben.
(Beifall - Zurufe: Jawohl!)
Denken wir einmal kurz an die Coronazeit zurück: Schulschließungen, Kontaktverbote, der Wegfall von Sport, Vereinsleben und sozialen Treffpunkten haben tiefe Spuren hinterlassen. Gerade Sie, die Sie bei dieser Schweinerei ganz vorn mitgestimmt haben, wissen genau: Einsamkeit bei jungen Menschen ist auch das Ergebnis einer Politik, die soziale Nähe zeitweise verboten hat.
(Beifall)
Ein Arbeitskreis, noch dazu ein staatlich initiierter, wird dieses Problem nicht lösen. Der Staat kann keine zwischenmenschliche Nähe aufbauen. Der Staat kann nicht zuhören. Der Staat ist abstrakt. Er kann niemanden in den Arm nehmen und keine festen Beziehungen knüpfen.
(Beifall - Zurufe: Jawohl!)
Was der Staat machen kann, was wir machen können: den Menschen die Freiheit zu geben, genau diese Aufgaben selbst in die Hand zu nehmen, z. B. durch die Förderung junger Familien und die Schaffung kostenfreier Kita-Plätze, durch Wertschätzung für die Leistungsträger unserer Gesellschaft und z. B. durch den Erhalt einer über Jahrtausende gewachsenen deutschen Leitkultur.
(Beifall - Zurufe - Unruhe)
Davor haben Sie Angst und das ist okay. Aber keine Sorge, wir kümmern uns darum. Es dauert nur noch bis September. - Vielen Dank. Wir lehnen Ihren Antrag ab.