Wolfgang Aldag (GRÜNE):
Vielen Dank. Herr Präsident. - Meine Damen und Herren! Frau Kleemann, vielen Dank, dass Sie am Ende Ihrer Rede eine Spende angesprochen haben. Denn das eigentliche Problem besteht darin, dass die vielen Ehrenamtlichen, die angesprochen wurden, die sich um verletzte Tiere kümmern, die sie aufpäppeln und die sie wieder auswildern, nahezu ausschließlich von Spenden abhängig sind. Diese Spenden reichen nicht aus.
Ich habe im Vorfeld viele Gespräche mit solchen Stellen geführt. Wenn Wildtiere, die zu diesen Menschen gebracht werden, aufgenommen werden, wird das alles aus dem eigenen Geldbeutel finanziert. Das ist ein großes Problem. Weil das vermehrt an uns herangetragen wurde, haben wir diesen Antrag gestellt.
(Beifall bei den GRÜNEN)
Wir haben den Antrag auch gestellt, weil die Zoos auf uns zukommen. Ich glaube, das Problem an dieser Stelle wird noch ein bisschen verkannt. Ja, wir haben 19 Auffangstationen im Land, darunter auch die großen Zoos. Der Zoo Halle hat sich dem Balei-Abkommen bereits angeschlossen. Das bedeutet, die müssen ihre Auffangstation auslagern. Damit haben wir in Halle ein großes Problem. Man kann sagen, das ist ein kommunales Problem und es soll auf dieser Ebene gelöst werden. Ich muss gleich zur Sitzung des Stadtrates und über den Haushalt abstimmen.
(Guido Heuer, CDU: Was?)
Sie wissen ja, wie schwierig das gerade überall in den Kommunen ist.
Ich bin dankbar für die Diskussion und für die vielen Anregungen. - Frau Tarricone, ich habe den Wink vernommen. Vielleicht muss ich es wie die Eichhörnchen machen, den Antrag noch ein bisschen vergraben und vielleicht erinnere ich mich dann in der nächsten Legislaturperiode, wo er ist und dann graben wir ihn noch einmal hervor.
(Kathrin Tarricone, FDP, lacht)
Vielleicht bringen wir dann auch die Anregungen mit ein. Ich glaube, es ist es wert, noch einmal als Land darüber nachzudenken, wie wir die vielen Ehrenamtlichen unterstützen.
Ich schließe mich der Aussage von Frau Kleemann an: Herzlichen Dank an all diejenigen, die sich ehrenamtlich um die vielen Tiere kümmern.
In Bezug auf den Igelschutz habe ich eine konkrete Zahl vorliegen. Es gibt 30 Stationen, also 30 Privatpersonen im Land, die ständig Igel aufnehmen. Es wurden mehr als 800 Igel im Jahr 2024 aufgenommen und wieder aufgepäppelt. Diese Leute müssen wir unterstützen.
(Beifall bei den GRÜNEN - Zustimmung bei der Linken und bei der SPD)
Wir sollten uns darüber noch einmal Gedanken machen. Ich wäre glücklich, wenn wir vielleicht über einen Selbstbefassungsantrag die Leute einmal einladen, um das Problem ein bisschen näher zu fassen. Vielleicht finden wir dann gemeinsam eine Lösung. - Herzlichen Dank.
Ich habe noch etwas für das Ministerzimmer.
(Wolfgang Aldag, GRÜNE, überreicht Minister Prof. Dr. Armin Willingmann ein Foto - Lachen bei den GRÜNEN, bei der CDU, bei der LINKEN, bei der SPD und bei der FDP)