Wolfgang Aldag (GRÜNE):
Vielen Dank, Herr Präsident. - Ich will es kurz machen. Ich will ausdrücklich der lieben Kollegin Kleemann ganz herzlich für ihre Rede danken. Das hat gut getan nach den Redebeiträgen.
Herr Minister, erlauben Sie mir vielleicht auch den Hinweis, dass mir natürlich bewusst ist, wie das in Koalitionen funktioniert; auch wir sind darin leidlich geprüft. Es ist eben so: Dinge, die man selber will, kann man eben manchmal einfach nicht umsetzen.
Herr Lange hat es erwähnt, und ich finde es tatsächlich schade, dass der Gesetzentwurf nicht überwiesen wird; das ist ja aus den Redebeiträgen herauszuhören gewesen. Denn wir hätten tatsächlich über die Ergebnisse aus einer Evaluierung diskutieren können und darüber, wo wir im Moment stehen - diesbezüglich sind wir offen; damit habe ich gar kein Problem , um dann zu schauen, was wir wirklich brauchen. Denn - Herr Lange hat es erwähnt - die Zeit steht nicht still. Die ersten Kipppunkte scheinen mit den Korallenriffen erreicht zu sein. Wir hören überall das Signal, dass wir das 1,5 Grad Ziel reißen werden. Wir hören von Szenarien, nach denen wir im Jahr 2100 eine Erderwärmung von 2,8 Grad zu verzeichnen haben werden. Das alles ist kein Pappenstiel. Das stellt uns vor große Probleme. Wir hören von den großen Ausgaben, die durch die Naturkatastrophen verursacht werden, die wir alle tragen müssen. Das alles sind große Aufgaben, die leider in einigen Redebeiträgen keine Rolle gespielt haben.
Ja, es war zu erwarten, dass wir hiermit heute nicht durchkommen. Wir warten gespannt die Evaluierung ab. Ich hoffe, dass ich sie in dieser Legislaturperiode noch erlebe. Ich kann Ihnen aber versprechen, dass wir bei dem Thema nicht lockerlassen werden. - Herzlichen Dank.