Detlef Gürth (CDU): 

Ich möchte ganz kurz auf die Vorreden der Kolleginnen und Kollegen eingehen. Da sich der Kollege Grube hier geoutet hat, dass er so spät geboren ist, dass es nicht einmal zu einer Simse gereicht hat - bald ist Weihnachten; ich drücke dir die Daumen, vielleicht schon zum Nikolaus. 

(Lachen - Zuruf von Dr. Falko Grube, SPD) 

Es ist ein Erlebnis, das du nicht vergessen wirst.

Ich habe mein grünes Teil selbst in Suhl abgeholt.

(Oh! bei der CDU - Jörg Bernstein, FDP: 50N!)

Mit dem Zug runter, dann in den Postwagen. Der Postwagen hielt in Sandersleben, dann wollten sie es nicht mehr transportieren. Ich wollte in Sandersleben auf dem Gepäckbahnhof übernachten. Das hat man mir untersagt. Dann bin ich am nächsten Morgen mit dem ersten Zug nach Sandersleben, habe das Ding abgeholt und dann angemeldet. In dieser Nacht habe ich kein Auge zugemacht.

(Oliver Kirchner, AfD, lacht)

Aber wenn man es hatte, dann war es genau das hier angesprochene Gefühl von Freiheit, mobil zu sein und selbstbestimmt dahin zu fahren, wohin man will; unbezahlbar, unvergessen. Das sei allen gegönnt - lieber Falko, dir auch. Ich drücke dir die Daumen.

(Dr. Falko Grube, SPD, lacht)

Dann noch zu dem Abschreiben von irgendwelchen Anträgen. Die Einzigen, die von AfD-Anträgen abschreiben, sind die AfD selbst. Hier ist null von Ihrem Antrag. Vielmehr hat unser Antrag   das sagen wir ganz offen   eine Anlehnung an den Antrag der Koalition in Thüringen.

(Ulrich Siegmund, AfD: Sicher!)

Die CDU-geführte Koalition hat hierzu einen Antrag eingebracht und der wurde auch beschlossen. Der war inhaltlich richtig und deswegen teilen wir das auch. Deswegen haben wir diesen Antrag hier so formuliert, wie er ist. 

Zu dem immateriellen Kulturerbe. Diesbezüglich haben Sie auch falsch, weil sachunkundig, abgeschrieben. Wir als Parlament können gar nicht beschließen, dass irgendetwas und irgendwer immaterielles Kulturerbe wird.

(Lothar Waehler, AfD: Das haben wir nicht gefordert! Das stimmt ja nicht!)

Man muss sich das Bewerbungsverfahren nur einmal ansehen. Es müsste aus dem Kreis derer, die dafür eintreten, eine Trägerstruktur gebildet werden. Diese kann sich dann darum bemühen. Alle, die das einmal versucht haben   das ist ein langwieriger Prozess  , stehen für Konsultationen bereit. Das ist also schon inhaltlich falsch. Dem kann man gar nicht zustimmen.

Insofern haben die beiden Alternativanträge einige Mängel. Der größte Mangel dieser beiden Alternativanträge sind nicht nur die inhaltlichen Themen, die wir hier schon besprochen haben. Eine Zustimmung hätte zwangsläufig zur Folge, dass wir als Koalition unseren eigenen Antrag ablehnen müssten für Alternativanträge, die fehlerbehaftet sind. Das können Sie niemandem zumuten. Das ist hoffentlich nicht ernst gemeint.

(Zustimmung von Guido Kosmehl, FDP)

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich weiß, in der Sache sind wir zumindest bei dem Thema eigentlich sehr dicht beieinander. Lehnen Sie die Alternativanträge ab. Beziehungsweise wenn Sie unserem Antrag zustimmen, dann brauchen wir sie gar nicht erst zu behandeln. Darum bitte ich jetzt um eine große, breite Zustimmung als ein Signal aus diesem Landtag von Sachsen-Anhalt, was diese legendären 

(Zustimmung von Sandra Hietel-Heuer, CDU)

Mopeds und Kleinkrafträder betrifft.