Dietmar Krause (CDU): 

Hier stehen 32 Sekunden. 


Vizepräsidentin Anne-Marie Keding: 

Nein, nein, ich sage jetzt erst einmal: Bitte schön, Herr Krause. Und dann springt die Uhr auf drei Minuten. 


Dietmar Krause (CDU): 

Es sind immer noch 32 Sekunden. Das wird schon knapp. 

(Jörg Bernstein, FDP, lacht - Guido Kosmehl, FDP: Stell dir eine Waage!)

Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Präsidentin! Der Elberadweg ist mehr als nur ein Radweg. Er ist eine Lebensader für den sanften Tourismus, ein Bindeglied zwischen Regionen, Kulturen und Landschaften, und er ist ein unterschätzter Schatz, dessen volles Potenzial wir endlich heben müssen. 

Was wäre, wenn wir den Elberadweg nicht nur als touristische Strecke betrachten, sondern als Premiumprodukt, als Rückgrat einer nachhaltigen Tourismusstrategie, die Wertschöpfung, Lebensqualität und regionale Identität miteinander verbindet? 

Mit mehr als 1 200 km Länge zählt der Elberadweg zu den beliebtesten Fernradwegen Europas. Von der Sächsischen Schweiz bis zur Nordsee bietet er Naturerlebnisse, Kulturschätze und historische Stätten. Doch vielerorts fehlt es an durchgängiger Qualität. Uneinheitliche Beschilderungen, mangelhafte Infrastruktur, fehlende Rastplätze oder unzureichende touristische Angebote trüben das Erlebnis. 

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE, an Minister Sven Schulze gerichtet: Hast du gehört? Er sagt das auch! Ihr habt euch nicht gut abgestimmt!)

Ein Premiumradweg braucht mehr als Asphalt, er braucht ein Konzept. Ein Premiumradweg zeichnet sich aus durch eine hohe Infrastrukturqualität, durch Erlebnisorientierung, Service und Komfort, Vernetzung, z. B. Anschluss an Bahn, Bus und andere Radwege für flexible Mobilität, regionale Wertschöpfung, Kooperation mit Gastronomie, Landwirtschaft und Kulturakteuren. 

Gerade für Sachsen-Anhalt bietet der Ausbau zum Premiumradweg enorme Chancen, z. B. Tourismusimpulse. Reisende geben im Schnitt   dazu habe ich andere Zahlen als die Kollegen vor mir   

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE: Hier kann jeder erzählen, was er will! Mach mal!) 

sogar 70 € bis 100 € pro Tag aus. Das ist ein Wirtschaftsfaktor für ländliche Räume. 

(Holger Hövelmann, SPD: Na, da liegen wir doch nicht so weit auseinander!)

- Also, ich liege da doch ein bisschen höher. 

(Cornelia Lüddemann, GRÜNE: Sind ja alles nur geschätzte Zahlen! - Unruhe)

Strukturförderung. Der Radweg kann Impulsgeber für Dorferneuerung, Gastronomie und Nachversorgung sein, wie ich schon erwähnt habe. Hinzu kommen die Aspekte klimafreundliche Mobilität und Identitätsstiftung. 

Der Weg zum Premium-Radweg gelingt nur gemeinsam. 

(Zustimmung von Thomas Krüger, CDU, und von Jörg Bernstein, FDP)

Ein länderübergreifendes Qualitätskonzept, getragen von Kommunen, Ländern und Tourismusverbänden, Investitionen in Infrastruktur und digitale Angebote, gefördert durch Bund, Länder und EU, ein starkes Marketing, das den Elberadweg als Marke positioniert mit klarer Botschaft und internationaler Strahlkraft, Bürgerbeteiligung und lokale Anker; denn der Radweg lebt von Menschen entlang der Strecke. 

Mein Appell: Lassen Sie uns den Elberadweg nicht nur als Weg sehen, sondern als Zukunftsprojekt, als Einladung, unsere Region neu zu entdecken, als Chance, Tourismus nachhaltig mit Lebensqualität zu verbinden. 

(Zustimmung von Lars-Jörn Zimmer, CDU, und von Thomas Krüger, CDU)

Ich danke an dieser Stelle stellvertretend für viele Akteure der IHK Magdeburg für ihre Koordination. Wir konnten uns auch in diesem Jahr auf der Messe in Prag wieder über die gute Zusammenarbeit auch mit der tschechischen Seite informieren. 

(Zustimmung bei der CDU)

Der Elberadweg kann ein Premiumobjekt sein, wenn wir ihn dazu machen. Packen wir es an - für unsere Gäste, für unsere Region, für uns selbst. 

Wir bitten um Zustimmung zu unserem Alternativantrag. 

(Beifall bei der CDU - Zustimmung von Dr. Katja Pähle, SPD) 


Vizepräsidentin Anne-Marie Keding: 

Vielen Dank, Herr Krause. Doch, doch, vielen Dank. 


Dietmar Krause (CDU): 

Also, mit den 32 Sekunden hätte ich es nicht geschafft.