Olaf Feuerborn (CDU):
Vielen Dank, Herr Präsident. - Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Wir wissen um die Vielfältigkeit des Waldes. Dazu ist von den Vorrednern schon viel gesagt worden, daher will ich darauf nicht weiter eingehen.
Aber wir wissen, dass wir beim Waldaufbau nach wie vor große Herausforderungen haben. Wichtig ist, dass wir in den letzten Jahren dafür gesorgt haben, dass ausreichend Saatgut zur Verfügung gestellt werden kann. Wichtig ist aber auch, dass wir die Saatgutdarre entsprechend erhalten und mit ausreichend viel Personal bestücken. Auch das ist passiert.
Wir haben auch dafür gesorgt, dass das Saatgutvorkommen durch spezielle Saatgutplantagen nachhaltig zur Verfügung steht, sodass wir für die Zukunft ausreichend Saatgut zur Verfügung stellen können. Ich glaube, das ist schon einmal ein wichtiger Baustein.
Herr Roi hat vorhin gesagt, es sei wenig konkret. Wir wissen, dass wir heute noch ungefähr 7 000 ha im Staatswald haben, die noch als Kahlfläche da sind, und ungefähr 800 ha im Privatwald. Wir haben ein Ziel und hoffen, dass wir das bis 2030 wieder mit entsprechenden Bäumen forstlich bestellt haben. Das ist, denke ich, schon eine verbindliche Zusage in Bezug auf das, was wir vorhaben. Aber man kann natürlich nie voraussagen, wie es sich in der Praxis darstellt, da wir a) immer in freier Natur unterwegs sind und b) auch nicht wissen, wie sich die Witterung verhält. Von daher muss man das auch ein bisschen relativieren und muss es immer wieder den Gegebenheiten anpassen.
Sie haben vorhin schon klar und deutlich gesagt: Wir haben im letzten Jahr erfahren, dass wir auch durch Waldbrände Wald verlieren. Das ist in jedem Jahr unterschiedlich. Von daher kommen immer neue Herausforderungen auf uns zu, und wir versuchen, diese entsprechend zu berücksichtigen.
Ich will auch auf Frau Eisenreich eingehen. Wenn Bäume gefällt werden für eine Straße, dann werden dafür auch wieder neue Bäume gepflanzt. Ein sicheres Bild dafür ist eigentlich, dass der Wald in seinem Umfang zugenommen hat. Es ist also mehr Waldfläche da als vorher. Das spricht dafür, dass wir eigentlich einen Waldzuwachs haben. Von daher können wir uns darauf verständigen.
Worüber wir uns unterhalten müssen, das ist tatsächlich das Ökopunktesystem. Das sollten wir nicht regionalisieren, sondern weiter ausrollen, damit wir den Waldumbau damit finanzieren können. Damit würden wir insbesondere für die privaten Forstwirtschaftsbetriebe eine Einkommensmöglichkeit schaffen, sodass sie auf ihren Flächen den Waldumbau finanzieren können.
Natürlich muss der Kleinstprivatwald gefördert werden. Da ist tatsächlich noch eine Lücke, die wir anpacken müssen. Wir müssen die Kleinstwaldbesitzer ansprechen und sie in Forstbetriebsgemeinschaften kriegen, damit auch ihr Wald für die Zukunft gerüstet werden kann.
(Zustimmung von Dorothea Frederking, GRÜNE, und von Wolfgang Aldag, GRÜNE)
Das hilft uns nachhaltig wirtschaftlich und bringt auch etwas für die Natur. - Vielen Dank.