Susan Sziborra-Seidlitz (GRÜNE):

Vielen Dank, Herr Präsident. - Sehr geehrte Damen und Herren! Selbstverständlich   für den kleinen Fauxpas am Beginn möchte ich mich entschuldigen   ist das Wissenschaftsministerium und nicht das Bildungsministerium originär für dieses Thema zuständig. Deswegen freue ich mich, dass die Bildungsministerin zumindest in Teilen der Debatte gefolgt ist.

(Eva von Angern, DIE LINKE, lacht)

Herr Tillschneider,

(Ulrich Siegmund, AfD: Dr. Tillschneider!)

zu Ihnen nur ganz wenige Worte. Die Aneinanderreihung der immer wieder gleichen Worthülsen, egal zu welchem Thema, zeigt vor allem eines, der Dunning-Kruger-Effekt ist gelegentlich auch bei formal hochgebildeten Menschen zu beobachten, hier im Plenum besonders häufig.

(Zustimmung bei den GRÜNEN)

Herr Tullner, zu Ihnen   wo sind Sie denn? - dahinten   möchte ich ganz kurz sagen, Sie haben beschrieben, dass es an den Gemeinschaftsschulen keine Gymnasiallehrer gebe. Ich kann Ihnen tatsächlich ein konkretes Beispiel aus meiner persönlichen Abgeordnetenerfahrung benennen. Ich war in der vergangenen Woche an der Gemeinschaftsschule in Wittenberg. Der Direktor dort berichtete mir sehr begeistert darüber, dass er eine ganze Reihe Gymnasiallehrer als Lehrkräfte hat. Er bittet um Unterstützung dafür, dass es auch so bleiben kann. Wir wissen, dass es in Wittenberg gerade ein bisschen schwierig ist und dass es auch die Gemeinschaftsschule betrifft. Insofern, es gibt die Gymnasiallehrer, die sich später genau für diese Schulform entscheiden.

(Marco Tullner, CDU: Ein paar gibt es!)

Ansonsten, ja, dass Sie alles gern so haben wollen, wie es jetzt ist, und dass es so bleiben soll, das ist das Wesen des Konservatismus.

(Marco Tullner, CDU: Sie haben mich nicht verstanden, Frau Sziborra-Seidlitz!)

Das ist auch das gute Recht des Konservatismus. Deswegen ist es gut, dass wir in aller Sachlichkeit und auf Augenhöhe über dieses Thema in den Ausschüssen diskutieren wollen. Darauf freue ich mich. - Vielen Dank.

(Beifall bei den GRÜNEN)