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Freitag, 10.04.2020

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Plenarsitzung

Schülerfahrten zu Gedenkstätten möglich

Politische Bildung hautnah: Das bieten Besuche in Gedenkstätten der ehemaligen deutschen Vernichtungslager. Seit 2016 fördert die Landeszentrale solche Fahrten von Schul- und Jugendgruppen nach Polen, Weißrussland, Lettland und in die Ukraine. „Mit diesem besonderen Bildungsangebot wollen wir es den Jugendlichen möglich machen, sich an den authentischen Orten mit den Verbrechen der NS-Zeit auseinanderzusetzen“, so Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung. Derart intensive Erfahrungen seien vielfach nur dort möglich. „Deshalb ermuntern wir Schul- und Jugendgruppen, von diesem Angebot Gebrauch zu machen.“

Blick auf einen Teil der heutigen Gedenkstätte Treblinka.
Symbolisierung der Einrichtungen zur Leichenverbrennung in der heutigen Gedenkstätte Treblinka. Foto: Adrian Grycuk/wikipedia.de

Bei den Gedenkstättenfahrten arbeitet die Landeszentrale eng mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB) sowie der Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e. V. zusammen. Durch die erfolgreiche Kooperation konnten allein in den letzten drei Jahren insgesamt 1 002 Jugendliche aus Sachsen-Anhalt bei 43 Fahrten die Gendenkstätten in Auschwitz, Majdanek und Treblinka besuchen. „Es ist bemerkenswert, wie gut sich dieses Format der politischen Bildungsarbeit in Sachsen-Anhalt etabliert hat“, unterstreicht Reichel. Für das Jahr 2019 liegen bereits jetzt 18 Voranmeldungen vor. Interessierte Schulen können aber auch weiterhin eine Förderung für Gedenkstättenfahrten beantragen.

Dass derartige Bildungsangebote nach den Besuchen ihre Wirkung entfalten, hat sich bereits mehrfach gezeigt. So ist im vergangenen Jahr zum Beispiel eine Ausstellung mit Schülerarbeiten unter dem Titel „Treblinka – Hölle auf Erden“ sowohl in Deutschland als auch Polen gezeigt worden. An beiden Ausstellungsorten kamen rund 3 000 Besucher.

Die Gedenkstättenfahrten sind für alle allgemeinbildenden Schulen ab Klasse 8 sowie für Berufsbildende Schulen geeignet und dauern fünf bis acht Tage. Die Erarbeitung und Gestaltung des Programms obliegt in erster Linie der antragstellenden Schule. Die Vor- und Nachbereitung wird von der Geschichtswerkstatt Merseburg begleitet. 

Informationen zu den Gedenkstättenfahrten (Link)

Interessierte Schulen können sich bei der Landeszentrale für politische Bildung melden:

LpB
Leiterstraße 2
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 567 6471
E-Mail: liane.hilbrecht@sachsen-anhalt.de