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Plenarsitzung

„Welt aus grenzenlosen Möglichkeiten“

Seit dem 11. Mai 2017 gibt es in Sachsen-Anhalt 24 Europaschulen, also Schulen, die in ihrem Bildungsalltag besonderes Augenmerk auf die Vermittlung europäischer Werte und Kontakte legen. Zwei neue von ihnen wurden in die Familie beziehungsweise das Netzwerk der Europaschulen des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen. Diese sind die Berufsbildenden Schulen „Eike von Repgow“ und das Albert-Einstein-Gymnasium aus Magdeburg. In einen mitarbeitenden Status wurden zudem die Grundschule Sudenburg (Magdeburg) und das Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck versetzt.

Tolerantes Miteinander in Europa

Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch würdigte den großartigen Beitrag der Europaschulen zur aufgeschlossenen Erziehung junger Menschen, die so mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit positiv über Ländergrenzen hinweg denken und leben lernen. „Durch die besondere Berücksichtigung europäischer Themen im Unterricht und mit der Schaffung zahlreicher Möglichkeiten interkultureller Bildung und Begegnungen tragen“, so die Landtagspräsidentin, „die Europaschulen zum toleranten Miteinander in Europa bei.“

Bildungsminister Marco Tullner zufolge leisteten die Europaschulen einen wichtigen Beitrag für das europäische Zusammenwachsen. Der Europagedanke müsse immer wieder neu befeuert, die europäischen Ideale stets weiterentwickelt werden. „Denn Europa ist nicht fertig, sondern ein sich stets fortentwickelndes Projekt“, erklärte Tullner.

Die Menschen von heute, insbesondere in Europa, genössen die „Gnade der späten Geburt“, erinnerte Anja Aichinger, Landesfachreferentin für Europaschulen: „Wir profitieren vom machtvollsten Werkzeug der Auseinandersetzung, dem Werkzeug der Bildung.“ Bildung sei in ihrer Wirksamkeit unbestritten, die prallgefüllte Schulpflicht bereite die jungen Menschen auf das Leben und die Welt vor. Die Schulen in Sachsen-Anhalt unterhielten mittlerweile Partnerschaften in 52 Länder, lobte Aichinger. Dadurch würden die Schülerinnen und Schüler begreifen, dass die Welt nicht allein aus Nationalstaaten, sondern aus grenzenlosen Möglichkeiten bestehe.

Sachsen-Anhalt hat Vorreiterrolle inne

Die Europaschulbewegung ist mittlerweile bundesweit organisiert, nachdem Sachsen-Anhalt vor mehr als zwanzig Jahren eine Vorreiterrolle einnahm. Noch immer darf Sachsen-Anhalts Engagement um Europabildung als herausragend bezeichnet werden: Das Netzwerk der schulformübergreifenden Europaschulen in Sachsen-Anhalt ist allein durch ihre regelmäßigen Netzwerktreffen ausgesprochen aktiv. Schüler und Lehrer der Europaschulen finden regelmäßig an zwei Tagen zueinander und gestalten für- und miteinander ideenreiche Formen der Annäherung an Europa.

Die Europabildung und internationale Arbeit an den Schulen beziehen sich nicht nur auf die Inhalte des Unterrichts, sondern auch auf internationale Schulpartnerschaften, die Einbindung von Fremdsprachenassistenten sowie die aktive Suche nach internationaler Orientierung. Ziel ist es, Schülern bewusst zu machen, ein Teil eines  größeren Ganzen zu sein und über die Staatengrenzen hinaus zu denken.

Preisträger des Fotowettbewerbs bekanntgegeben

Im Rahmen des Festakts wurden die Preisträger/innen des Fotowettbewerbs „Blicke auf Europa“ ausgezeichnet, der in seiner dritten Auflage unter dem Motto „Europa wirkt und gedeiht“ stand. Mädchen und Jungen aller Altersklassen und Schulformen hatten sich an dem Fotowettstreit beteiligt. Eine Jury hatte im Februar dieses Jahres die Siegerarbeiten ausgewählt.

Die Veranstaltung wurde darstellerisch und musikalisch von der Theatergruppe „dunkelbunt“ und dem Chor der Europaschule Luther-Melanchthon-Gymnasium Wittenberg bereichert.