Cookies helfen uns bei der Weiterentwicklung und Bereitstellung der Webseite. Durch die Bestätigung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.

Mittwoch, 25.11.2020

2 Termine gefunden

ICS Export
10:00 Uhr Datum: 25.11.2020

Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

54. Sitzung
Magdeburg, Domplatz 6-9, Landtagsgebäude

lan054e7.pdf (PDF, 477 KByte)


10:00 Uhr Datum: 25.11.2020

Enquete-Kommission "Die Gesundheitsversorgung und Pflege in Sachsen-Anhalt konsequent und nachhaltig absichern!"

12. Sitzung
Die Sitzung findet im Rahmen einer Videokonferenz statt.

e10012e7.pdf (PDF, 473 KByte)


Plenarsitzung

Zu viele Insekten sind schon gestorben

In Deutschland ist seit 1989 die Masse der Insekten dramatisch geschrumpft. Es gibt immer weniger Insekten. Rund 76 Prozent der Insekten sind schon verschwunden. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte zu dem Thema eine Aktuelle Debatte im Oktober beantragt.

Eine Biene sitzt auf einer gelben Blüte (Großaufnahme).
Viele Insektenarten sind aus der deutschen Landschaft verschwunden. Abhilfe muss dringend geschaffen werden. Foto: luise/pixelio.de

Meinungen aus der Debatte

Das Überleben der Insekten hängt mit dem Überleben der Menschen eng zusammen, sagte Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Das Insektensterben ist eine Katastrophe für die Artenvielfalt. Die Landwirtschaft muss verändert werden: wechselnde Pflanzenarten auf den Feldern, weniger chemischer Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Cornelia Lüddemann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sagte: „Ohne Insekten ist keine gesunde Natur denkbar.“ Die Insekten bestäuben die Pflanzen – so können Früchte entstehen. Die Insekten ernähren sich aber auch von den Pflanzen. Und die Insekten werden selbst von Vögeln gefressen. Alles ist ein Kreislauf. Die Insekten leisten so viel, als würde ein großes Unternehmen viele Milliarden Dollar erwirtschaften.

Die AfD fordert ein umfassendes Beobachten der Insekten für Sachsen-Anhalt und den Stopp des Ausbaus der Windenergie. Zudem müssen unbebaute Wiesen wieder mehr gefördert werden, sagte Hannes Loth (AfD).

„Wir haben schlichtweg nicht das Recht, so fahrlässig mit der Umwelt umzugehen“, erklärte Hendrik Lange (DIE LINKE). „Neben dem Klimawandel ist auch die intensive Landwirtschaft für das Insektensterben verantwortlich.“ Die Landesregierung solle Erkenntnisse bündeln und die Politik dazu bringen, zügig richtige Entscheidungen zu treffen.

Guido Heuer (CDU) forderte, über die Gründe für das Artensterben zu diskutieren. Für die rasante Abnahme der Vogelarten sei nämlich nicht allein die Landwirtschaft verantwortlich, sondern auch der Klimawandel und andere Tiere wie der Waschbär. Außerdem soll mehr für Produkte aus dem Ökoanbau geworben werden.

„Es besteht Forschungs- und Handlungsbedarf“, erklärte Jürgen Barth (SPD). Allein 80 Prozent der Wildpflanzen sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Barth sagte, die Abgeordneten sollen sich in den Ausschüssen noch einmal intensiv mit dem Thema beschäftigen.

(Dies ist ein Angebot in Einfacher Sprache.)