Jan Scharfenort (AfD):

Sehr geehrter Abgeordnete! Ich bedanke mich für die lebhafte Diskussion. Das zeigt mir auch, dass es nötig war. Offensichtlich haben wir in ein Wespennest gestochen.

(Zuruf von Rüdiger Erben, SPD - Zurufe von der CDU)

Ich möchte kurz auf die Redebeiträge eingehen. Zur CDU möchte ich nur sagen: Es ist der Städte- und Gemeindebund, der an dieser Stelle die Gefahr sieht. Es war der Netzbetreiber. Wenn die Netzbetreiber, die Fachleute, die für die Höchs- und Hochspannungsnetze   genau dort würde eine Blackout-Gefahr entstehen   zuständig sind, sagen, der zunehmende Anteil wetterabhängiger Energie bei der Stromerzeugung, wie Wind und Solar, sowie aktuelle geopolitische Entwicklungen stellen die Sicherung der Energie vor große Herausforderungen, dann glaube ich denen mehr als Politikern.

(Zuruf von Rüdiger Erben, SPD: Reden Sie doch zu Ihrem Antrag! - Zuruf von der CDU)

Das sind nämlich die echten Fachleute. - Herr Erben, zur SPD: Mein Landrat hat mich gebeten, dieses Thema heute hier anzusprechen, weil er nämlich vom Land auch Unterstützung erwartet. Und die kommt einfach nicht.

(Rüdiger Erben, SPD: So ein Schwachsinn! Polemik! - Weitere Zurufe von Holger Hövelmann, SPD, und von Dr. Falko Grube, SPD)

- An Ihrer Aufregung erkenne ich, dass Sie das Thema zumindest wahrnehmen. Wenn ich das damit erreicht habe, ist es auch gut.

Gleiche Argumentation zu Herrn Erben. Darauf brauche ich nicht weiter eingehen. Zur LINKEN und zu Herrn Henke: Das war ein sehr vernünftiger Antrag. Sie haben auch einen Alternativantrag eingebracht, dem wir durchaus zustimmen, inhaltlich folgen und auch unterstützen können.

FDP war soweit okay, nichts Neues.

(Lachen bei der AfD)

Zu den GRÜNEN kann ich nur sagen: Genau das ist das Problem, Herr Aldag. Mit jeder Redispatch-Maßnahme steigt das Risiko eines Blackouts.

(Unruhe)

Die Fachleute sagen, es ist nur eine Frage der Zeit. Wir haben mittlerweile mehr als 12 000 Redispatch-Maßnahmen. Irgendwann kann das auch mal schiefgehen. Und dann?

Zur Wahrscheinlichkeit. Ich habe nur den Blackout angesprochen. Richtig ist tatsächlich, dass dieser momentan noch sehr unwahrscheinlich ist. Aber wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dann ist das so gravierend und so eine Katastrophe, dass wir das einfach nicht negieren können und worauf wir uns auf jeden Fall einstellen müssen.

(Wolfgang Aldag, GRÜNE: Sie haben doch gestern gesagt, der Menschheit fällt immer was Gutes ein!)

Vielleicht kommen wir im Winter noch drum herum, wobei es schon sehr kritisch wird. Aber   das sagen alle Fachleute, wie bspw. das große Researchteam von BASF   wir bekommen das Problem vor allem im Februar und März nächsten Jahres. Dann ist die Knappheit da. Dann werden wir   darin bin ich mir sicher   Strom- und Gasrationierung wie in der DDR, Zuteilungen und Kontingente erleben. Genau das möchten wir als AfD Fraktion nicht. - Danke.

(Beifall bei der AfD)