Robert Farle (AfD):

Sie müssten mir das Wort erteilen, ansonsten kann ich nicht reden.


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Sie haben jetzt das Wort, selbstverständlich.


Robert Farle (AfD):

Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich möchte, da mein Kollege einige Dinge schon vorweggenommen hat, nicht das Ende meines Vortrages vorlesen, aber ihn Ihnen auch nicht vorenthalten.

Ich halte es nicht für legitim, dass wir aus anderen Ländern, so wie es im Fall von Syrien und anderen geschehen ist, einen großen Teil der Menschen zu uns holen mit falschen Bildern, mit Versprechungen und allem Möglichen, die tatsächlich nur zu 50 % vielleicht als Flüchtlinge anerkennungswürdig sind, aus Bürgerkriegsgebieten stammen oder überhaupt als Flüchtlinge anzusehen sind, um unser Demografieproblem zu lösen. Das ist für mich eine verkehrte und intolerable Politik; denn diese Menschen fehlen in ihrem Land, wenn es wieder aufgebaut werden muss.

Es war kein Scherz, was ich vorhin gesagt habe. Nicht nur dank des deutschen Einsatzes - darin sind wir uns sicherlich einig -, sondern weil verschiedene Kräfte in der Region endlich mal zusammen für einen Waffenstillstand eintreten, wird es jetzt möglich, in Syrien andere Verhältnisse zu bekommen.

Mir fällt ein Fernsehinterview ein. Damals war Herr Haseloff persönlich in der Firma Papenburg. Dort waren 70 Lehrlinge tätig.

(Dr. Katja Pähle, SPD: Praktikanten!)

- Praktikanten, richtig, die aber alle längerfristig dort bleiben sollten.

(Zuruf von Sebastian Striegel, GRÜNE)

- Stören Sie doch nicht immer. Sie können noch nicht einmal zuhören, Herr Striegel. Das ist wirklich schlimm.

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Ich höre genau zu, was Sie erzählen! - André Poggenburg, AfD: Das konnte der noch nie! - Zustimmung bei der AfD!)

 - Wie im Kindergarten verhalten Sie sich.

(Zustimmung von André Poggenburg, AfD - Swen Knöchel, DIE LINKE: Dann reden Sie doch keinen Unfug! - Zuruf von Katrin Budde, SPD)

Meine Damen und Herren! Von diesen 70 war vor Kurzen nur noch einer im Betrieb. Das sagt in meinen Augen schon alles.

(Zuruf von Dr. Katja Pähle, SPD)

Wenn man sich die Zahlen von den großen Dax-Unternehmen anschaut, die großen Wirtschaftslenker - - Ich glaube, ich habe Herrn Zetsche noch gut im Ohr: Wir lösen unser Facharbeiterproblem durch die Migration aus solchen Staaten. - Pustekuchen, völliger Blödsinn! Das kann auch gar nicht funktionieren. Kein Land der Erde hat es bisher geschafft, Menschen aus ihrer Heimat zu entwurzeln, in ein ganz anderes Land zu bringen und dort zu integrieren. Das hat auch Deutschland nicht geschafft.

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Die USA haben das geschafft!)

Bis zum heutigen Tag hat es Deutschland nicht geschafft. Im Ruhrgebiet - dort habe ich viele Jahre verbracht - ist es nicht gelungen, zu verhindern, dass eigene türkische Kolonien entstanden sind.

(Zustimmung bei der AfD)

Es entstehen Parallelgesellschaften. Das ist kein negativer Unterton; das ist einfach so. Dass diese Parallelgesellschaften - -

(Sebastian Striegel, GRÜNE: Eine der dunkelsten Parallelgesellschaften ist eine, in der Sie leben! - André Poggenburg, AfD: Zuhören! Vielleicht lernen Sie was! - Ulrich Siegmund, AfD, lacht)

- Hören Sie doch mal zu. Vielleicht lernen Sie dann mal irgendwas.

Auch wenn Sie Hundertmal sagen, wir wären Nazis, Rassisten oder sonst was - vielleicht können Sie überhaupt nichts anderes von sich geben -, ist doch die Wahrheit eine völlig andere. Wir sind Realisten, die Politik für unser Land machen wollen. Das ist der Punkt.

(Starker Beifall bei der AfD)

Der Asylbetrug ist kein Einzelfall, sondern darin spiegelt sich auch die Aushöhlung des Rechtsbewusstseins. Wenn schon in unseren Behörden Leute tätig sind, die Asylgesuche und Asylanträge bearbeiten und gar nicht nicht richtig kontrollieren, wo einer herkommt, wenn ich für 150 € einen syrischen Pass in Berlin kaufen kann, damit ich ein Syrer bin, auch wenn ich aus Afghanistan komme, dann frage ich mich: Wo sind wir eigentlich?

(Beifall bei der AfD - Tobias Rausch, AfD: ja!)

Dann komme ich zum positiven Aspekt. Jawohl, das war eigentlich das, was ich am Ende zu Herrn Stahlknecht sagen wollte. Ich respektiere sehr einige Ihre Initiativen, zum Beispiel das Manöver, in dem Polizei und Bundeswehr zusammenarbeiten, um mit Bürgerkriegssituationen klarzukommen. Das zeigt mir, dass Sie richtig im Fokus haben, welche Bedrohungslage tatsächlich gegeben ist hinter all den schwülstigen Phrasen von individuellen Menschenrechten und allem, was da so kommt.

(Zuruf von Swen Knöchel, DIE LINKE)


Präsidentin Gabriele Brakebusch:

Sehr geehrter Herr Farle, die fünf Minuten sind um.


Robert Farle (AfD):

Das Wesentlichen habe ich gesagt. Wir heißen alle Leute willkommen, denen hier in unserem Land geholfen werden soll,

(Andreas Steppuhn, SPD: Helfen Sie sich selbst!)

die einen nützlichen Beitrag leisten, die hier arbeiten wollen. Alle anderen wollen wir wieder nach Hause bitten.

(Beifall bei der AfD)